Weihnachtskrippe bleibt nur bis zum 6. Januar aufgebaut
Insel der Stille inmitten der Baustelle

Münster-Hiltrup -

Die drei Weisen aus dem Morgenland halten am Mittwoch (6. Januar) Einzug. Sie sorgen in der St.-Clemens-Kirche nur für ein kurzes Intermezzo. Das hat einen Grund.

Dienstag, 05.01.2021, 12:01 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 12:10 Uhr
Mitten in dem leergeräumten Teil der Kirche wurde die Weihnachtskrippe von St. Clemens aufgebaut. Im Hintergrund der Vorhang aus Kunststoff, der den Baustellenbereich abtrennt.
Mitten in dem leergeräumten Teil der Kirche wurde die Weihnachtskrippe von St. Clemens aufgebaut. Im Hintergrund der Vorhang aus Kunststoff, der den Baustellenbereich abtrennt. Foto: gro

Wer beim Krippkes-Kieken die Pfarreikirche St. Clemens besuchen und einen Blick auf die Weihnachtskrippe inmitten der Baustelle werfen möchte, sollte sich sputen. Die drei Weisen aus dem Morgenland halten am Mittwoch (6. Januar) Einzug. Sie sorgen nur für ein kurzes Intermezzo. Bereits am Donnerstag übernehmen die Handwerker das Regiment.

Es muss zügig vorangehen. Denn ansonsten wäre der Termin der Fertigstellung nicht zu halten. Pfarrer Mike Netzler verrät im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Kirche ab Mitte Februar wieder für den normalen Messbetrieb genutzt werden soll. Angepeilt ist 13./14. Februar. Dann wäre das Kirchgebäude exakt elf Monate eine Baustelle gewesen.

Als vor Weihnachten die Handwerker in den wohlverdienten Urlaub gingen, war das Mittelschiff zuvor besenrein übergeben worden. Mitglieder der Kolpingfamilie bauten flugs die Weihnachtskrippe auf.

Vor einem großen Vorhang, der die beiden Seitenschiffe und den Altarraum absperrt, wurde eine Krippen-Insel errichtet. Das Angebot wurde leidlich angenommen. „Als ich an Heiligabend um 23.30 Uhr die Kirche abschließen wollte, traf ich noch auf einige Besucher“, berichtet Mike Netzler. Viele Leute kamen in die Kirche, um auch einen Blick hinter den Vorhang auf den Baustellenbereich zu werfen. „Solange es dabei bleibt, nur einmal zu schauen, habe ich nichts dagegen“, sagt der Pfarrer. Die Baustelle zu betreten, wäre zu gefährlich.

Nach der kurzen Stippvisite der Drei Könige erfolgt der Rückbau der Gerüste. Da die Ausmalungen der Kirche durch den Künstler Tobias Kammerer erfolgt sind, die beiden Rosettenfenster mit neuen farbigen Glasscheiben bestückt wurden, und die Elektriker ihre Arbeiten an der Beleuchtung erledigt haben, kann das Gerüst nun abgebaut werden. Die Maler warten bereits darauf, damit die Sockel frische Farbe erhalten können. Auch in der Sakristei sind umfangreiche Arbeiten zu erledigen. Es gibt einen neuen Zugang in den Kirchraum. Die Apostelfiguren hinter dem Altarraum befinden sich noch bei den Restauratoren. Ihre Rückkehr erfolgt, sobald es der Fortschritt der Bauarbeiten zulässt. „Zu tun gibt es in den kommenden Wochen noch genug“, erklärt Pfarrer Netzler. Aus Sicherheitsgründen werde auf der Baustelle kein Publikumsverkehr möglich sein.

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