Stabwechsel beim Bezirksdienst der Polizei
Alles bleibt in Hiltruper Hand

Münster-Hiltrup -

Seit November 2009 ist Burkhard Staubermann als Bezirksbeamter in Hiltrup-Mitte unterwegs und damit für viele im Ort das Gesicht der Polizei. Jetzt geht er in den Ruhestand. Sein Nachfolger steht fest.

Montag, 11.01.2021, 10:04 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 10:10 Uhr
Neuer Bezirksdienstbeamter wird Andreas Benstein.
Neuer Bezirksdienstbeamter wird Andreas Benstein. Foto: Grottendieck

Der Bezirksdienstbeamte für Hiltrup-Mitte war ein Hiltruper und wird auch künftig ein Hiltruper sein. Daran ändert sich nichts, auch wenn Burkhard Staubermann heute an seinem letzten Tag auf der Hiltruper Wache an der Patronatsstraße seinen Dienst antritt.

Seit November 2009 war er Bezirksbeamter in Hiltrup und damit für viele das Gesicht der Polizei. Einer, der stets auf den Straßen unterwegs war, der in die Schulen und Kitas ging und all die Ecken kennt, in denen es sich lohnt, nach dem Rechten zu schauen.

Er selbst bezeichnet sich augenzwinkernd als „Dorfsheriff“. Das ist auch so gewollt vom Innenministerium . Die Bezirksbeamten sollen bekannt sein und sollen ansprechbar für Jedermann sein.

Vor nahezu 45 Jahren hatte Burkhard Staubermann, ein gebürtiger Hiltruper, seinen Dienst bei der Polizei angetreten. Aktuell ist er einer von zehn Bezirksdienstbeamten, die an der Wache stationiert sind. Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf im Osten, Amelsbüren, Mecklenbeck und Albachten im Westen sowie Berg Fidel, Duesberg, Geist und Aaseestadt im Norden gehören zum Zuständigkeitsbereich der Wache im Süden Münsters. Für den Stellenschlüssel gibt es eine Faustregel: Pro 10 000 Einwohner hält die Polizei einen Bezirksdienstbeamten vor.

Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildete über Jahre das Schulzentrum. Die Situation änderte sich mit der Installation von Videokameras, die dem Schutz vor Graffiti, Einbrüchen und Vandalismus dienen sollen. „Nach allem, was wir hören, hat die Videoüberwachung sehr positive Effekte“, sagt Staubermann. Es sei ein langer Weg gewesen, bis man sich zu dieser Maßnahme durchgerungen habe. „Seitens der Polizei wurden bereits zehn Jahre zuvor entsprechende Vorschläge unterbreitet“, berichtet er.

Ein weiteres Dauerthema ist und bleibt das Wohnheim Zum Roten Berge. Für Unruhe sorgten auch die Haus- und Wohnungseinbrüche. Die intensive Präventionsarbeit der Polizei und die Bereitschaft der Eigentümer, ihre Immobilien besser zu schützen, habe Früchte getragen. „Hiltrup ist wirklich ruhig“, versichert Staubermann.

Insofern ist er sicher, seinem Nachfolger Andreas Benstein ein gut bestelltes Feld zu überlassen. Benstein ist wie Staubermann ein gebürtiger Hiltruper. Und er ist der Sohn des ehemaligen Bezirksdienstbeamten Wolfgang Benstein. Zu ihm hatte Burkhard Staubermann einmal gesagt: „Deinen Job möchte ich irgendwann einmal übernehmen.“ Jetzt übergibt er seinen Job dem Sohn von Wolfgang Ben­stein.

Der 50-jährige Andreas Benstein kam 1989 zur Polizei und versieht seit 1994 seinen Dienst in Münster. Nach der Auflösung der Wache an der Gutenbergstraße kam er 2014 nach Hiltrup. Nach sechs Jahren im Wach- und Wechseldienst übernimmt er nun den Bezirksdienst in Hiltrup-Mitte.

Im Bezirksdienst steht ein personeller Wandel an: Bis zum Sommer werden sechs Beamte ausscheiden.

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