Bericht aus der Partnergemeinde in Nordghana
Soforthilfen sind angekommen

Münster-Hiltrup -

Aus der katholischen Partnergemeinde St. Martyrs of Uganda in Sirigu (Nordghana) erreichte die Gemeinde St. Clemens ein Neujahrsgruß mit einem Dank an alle Menschen in Hiltrup und Amelsbüren, die im vergangenen Jahr trotz der Pandemie die Projekte und Belange vor Ort so großzügig unterstützt haben.

Dienstag, 12.01.2021, 20:24 Uhr aktualisiert: 12.01.2021, 20:30 Uhr
Mit dem Ende eines Lockdowns in Ghana kehrt etwas Normalität in die katholischen Partnergemeinde in Sirigu zurück. Masken und Desinfektionsmittel sind jedoch besonders auf dem Land Mangelware.
Mit dem Ende eines Lockdowns in Ghana kehrt etwas Normalität in die katholischen Partnergemeinde in Sirigu zurück. Masken und Desinfektionsmittel sind jedoch besonders auf dem Land Mangelware. Foto: pd

Der Lockdown im Norden Ghanas wurde offiziell beendet, teilt der Arbeitskreis Ghana mit. Die Menschen seien aber weiterhin gehalten, Masken zu tragen, die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Beides sei im Norden Ghanas allerdings ein absoluter Luxus, wo der Weg zur nächsten Wasserstelle weit ist und Seifen und Masken rar oder teuer sind. Es werde außerhalb der großen Städte so gut wie keiner getestet. Daher seien die offiziellen Infektionszahlen „nur unter Vorbehalt“ zu sehen, so der Arbeitskreis.

„Wir wertschätzen die spirituelle sowie die finanzielle Unterstützung, die wir durch euch im vergangenen Jahr wieder erhalten haben trotz der Auswirkungen, die wir alle auf Grund der Covid-19-Pandemie auch wirtschaftlich erfahren haben“, heißt es in dem Schreiben aus Ghana.

16 junge Menschen erhalten derzeit ein Stipendium von 600 Euro im Jahr. Der Betrieb des Kinderheims wird mit einem Zuschuss von 500 Euro monatlich gefördert. Dieser Betrag deckt in etwa die Unterhaltskosten für die 25 Kinder und ihre Betreuungskräfte. Unterstützt werden zudem die armen und mittellosen Menschen der Gemeinde. Auch die Priester und Seminaristen, die kein Gehalt bekommen, sondern auf Spenden angewiesen sind, werden unterstützt.

Bedürftige Familien würden aber aktuell immer noch unter den Schulschließungen leiden, denn die haben auch den Wegfall der Schulspeisungen zur Folge. Die Schulen werden vermutlich erst in diesem Monat wieder geöffnet.

Von Hiltrup waren mehrfach Geld für Soforthilfen überwiesen worden. Wie bereits berichtet, geht die Installation der Solarlampen nun zügig voran. 60 lichtstarke Lampen mit zugehörigen Solarpanels sind wohlbehalten im Norden Ghanas angekommen. Zunächst werden 60 Familien davon profitieren.

Delegationsreisen und Jugendbegegnungen sind im vergangenen Jahr auf Grund der Pandemie weggefallen. Dennoch bestehe ein regelmäßiger Austausch mit dem Gemeindepriester und den Jugendlichen in der Partnergemeinde.

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