Kreuzung Osttor und Albersloher Weg
Das Nadelöhr aufweiten

Münster-Hiltrup -

Wenn es um das künftige Baugebiet Hiltrup-Ost geht, ist schnell von der ohnehin großen Verkehrsbelastung auf der Straße Osttor die Rede. Dabei gerät ein Nadelöhr immer wieder in den Blick: die Kreuzung Albersloher Weg und Osttor.

Freitag, 22.01.2021, 15:28 Uhr aktualisiert: 22.01.2021, 18:04 Uhr
Rückstau auf dem Osttor: Udo Weiss hat Vorschläge, wie die Kreuzung zum Albersloher Weg leistungsfähiger werden kann.
Rückstau auf dem Osttor: Udo Weiss hat Vorschläge, wie die Kreuzung zum Albersloher Weg leistungsfähiger werden kann. Foto: gro

Wenn es um das künftige Baugebiet Hiltrup-Ost geht, ist schnell von der ohnehin großen Verkehrsbelastung auf der Straße Osttor die Rede. Dabei gerät ein Nadelöhr immer wieder in den Blick: die Kreuzung Albersloher Weg und Osttor.

Im Gespräch mit unserer Zeitung macht Udo Weiss einen Vorschlag, wie man die Leistungsfähigkeit der Kreuzung erhöhen könnte. Münsters ehemals höchster Verkehrspolizist steht selbst dort häufiger im Stau. Er ärgert sich, wenn es nachmittags in der Rush Hour auf dem Osttor einen Rückstau gibt, der bis zur Rubensstraße reicht. Er kennt auch die Probleme auf dem Albersloher Weg, wenn man von Münster kommend rechts in das Osttor abbiegen möchte.

Auf zwei Dinge weist Udo Weiss hin, die er aus seiner Sicht unabdingbar für alle Überlegungen, wie man künftig mit dem Verkehr umgehen möchte. Das Osttor, so stellt er klar, wird im hohen Maße vom Durchgangsverkehr belastet. In west-östlicher Richtung ist eine Achse entstanden, die den gesamten Raum um Wolbeck, Albersloh und Sendenhorst mit dem Autobahnanschluss in Amelsbüren verbindet. Die Zahlen seien in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen. Übrigen anders, als von den Verkehrsplanern im Vorfeld berechnet.

Mit einem Baugebiet, das 1000 neue Wohneinheiten umfasst, wächst zudem der Quellverkehr. Bewohner kommen aus dem Wohngebiet heraus, sie steuern es an. Der Verkehr wächst. Man kann darauf mit Verboten reagieren und eine autofreie Siedlung vorschreiben. Doch Weiss zeigt sich skeptisch: Das alles funktioniert, wie man in Münster etwa an der Weißenburg sehen kann. Auch könne man nicht ausschließlich auf den Öffentlichen Nahverkehr und das Radfahren setzen. „Das wollen die Leute nicht“, sagt Weiss.

Seine Überlegungen, die Leistungsfähigkeit des Osttores zu erhöhen, richten sich in erster Linie auf die Kreuzung Albersloher Weg und Osttor als dem größten Nadelöhr. Weiss hat dort zwei konkrete Vorschläge, die sich einzig und allein auf eine bessere, weil flüssige Verkehrsführung beziehen. Fragen des Planungsrechts sowie die Eigentumsverhältnisse lässt er zunächst einmal außen vor. Für eine Umsetzung der Überlegung müsse der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit ins Boot geholt werden, sagt er. Die Stadt Münster können nicht allein tätig werden.

Will das alles erfahrungsgemäß viele Zeit in Anspruch nehmen, müsse man rechtzeitig aktiv werden. Ansonsten habe man es auch in Hiltrup-Ost mit einem allgemein bekannten Problem in Münster zu tun: Man schafft neue Baugebiete, sorgt aber nicht dafür, dass die Infrastruktur entsprechend mitwächst. Das Ende vom Lied: Alle klagen über eine zu große Verkehrsbelastung.

Viel wäre aus Sicht von Udo Weiss geschafft, wenn man an der Kreuzung Albersloher Weg und Osttor zwei neue Abbiegerspuren schaffen würde. Das würde den Verkehr flüssiger gestalten und zusätzlichen Stauraum schaffen. Konkret regte der ehemalige des Verkehrsdezernats im Polizeipräsidium Münster eine Rechtsabbiegerspur vom Albersloher Weg zum Osttor an. Sie würde dafür sorgen, dass der Rückstau auf dem Albersloher Weg verringert würde. Bislang teilen sich der Rechtsabbieger- sowie der Geradeaus-Verkehr eine Spur.

Gleiches gilt auf dem Osttor selbst: Für Verkehrsteilnehmer in Richtung Wolbeck sowie Albersloh gibt es lediglich eine gemeinsame Spur. Würde man eine neue Rechtsabbiegerspur schaffen, würde man das Problem entzerren können. Der Verkehr könnte flüssiger fließen. Nebenbei würde man ein weiteres Problem lösen: Auf dem Osttor fahren Linksabbieger in Richtung Münster nach den Beobachtungen von Weiss öfter an diesem Rückstau vorbei und nutzen dabei die Gegenfahrbahn. Würde man diesen Rückstau minimieren, sähe sich kein Autofahrer dazu genötigt.

Ein weiterer Effekt dieser Vorschläge: Die Ampelschaltung an der Kreuzung könnte deutlich effektiver erfolgen. Es ließen sich eigene Grünphasen für Rechtsabbieger schaffen. Grundvoraussetzung zu alledem wäre die Schaffung der beiden gesonderten Rechtsabbiegerspuren.

 

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