Herausfordernde Tage für alle, die unterwegs sein müssen
Wer einen Traktor hat, ist König

Münster-Hiltrup -

Wer kann, der lässt sein Auto stehen bei diesem Wetter. Und er tut gut daran. Es gibt Berufe, die können das einfach nicht. Sie müssen unterwegs sein und sich in die tief verschneiten Straßen in den Wohngebieten wagen. Weil es ohne Medikamente oder die Insulin-Spritze nicht geht. Mit enormem Einsatz stellen sie die Versorgung pflegebedürftiger Menschen sicher.

Montag, 08.02.2021, 18:25 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 18:30 Uhr
Der Winter zeigt sich von seiner rauen Seite.
Der Winter zeigt sich von seiner rauen Seite.

So überrascht es nicht, dass es am Sonntagmorgen neben den Räumfahrzeugen vor allem Pflegedienste waren, die auf den Straßen zu sehen waren. „Das war schon sehr herausfordernd“, erzählt Oliver Schmidt , der in Hiltrup einen privaten Pflegedienst führt und von Hiltrup nach Gremmendorf und Mecklenbeck und Albachten unterwegs war. Zwischendurch blieb er zwei Mal im Schnee stecken. Doch es gibt immer Leute, die dann helfen, sagt Schmidt. Ein Schneeschieber an Bord ist dann Gold wert. Am Ende eines langen Tages wusste er, wofür er diesen Einsatz gezeigt hat.

Mit den Tücken der Schneeverwehungen hatten auch diejenigen zu kämpfen, die glauben, eine Schneefräse würde den Griff zur Schaufel ersparen. Weit kamen sie damit nicht. Viel zu tun hatten Firmen, die sich normalerweise auf Hausmeisterdienste oder auf Gartenpflege spezialisiert haben. Auch sie nahmen den Kampf gegen die Schneemassen auf, bevorzugt in den Zufahrten zu den Tiefgaragen. Die Könige dieser Tage sind die Besitzer von Traktoren und Schleppern. Sie kommen überall hin.

Schneebilder aus Hiltrup

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  • Ein Fahrrad versinkt im Schnee: Gesehen von unserer Leserin Kerstin Ahlers am E-Center an der Meesenstiege.

    Foto: Kerstin Ahlers
  • Die Einzelhändler an der Marktallee räumen Schnee.

    Foto: Grottendieck
  • Die Eingangstür der St.-Clemens-Kirche ist zugeweht.

    Foto: Grottendieck
  • Ein neues Kirchenfenster der Kirche St. Clemens im Schnee.

    Foto: Grottendieck
  • Schneemassen ragen über das Hausdach.

    Foto: Grottendieck
  • Eine Sitzbank im Schneesturm.

    Foto: Grottendieck
  • Von der Fahrbahn abgekommen: Ein Taxi kämpft sich durch das Winterunwetter.

    Foto: Grottendieck
  • Die Marktallee im Schnee.

    Foto: Grottendieck
  • Räumfahrzeug an der Hansestraße.

    Foto: Grottendieck
  • Unser Leser Ingo Füchtenbusch hat dieses Foto von einem Auto in Hiltrup gemacht.

    Foto: Ingo Füchtenbusch

Sorgenkinder sind seit spätestens dem Heiligabend des Jahres 2010 die großen Hallen. Unter der schweren Schneelast stürzte damals die alte 08-Sporthalle an der Manfred-von-Richthofen-Straße ein. Doch seitdem beobachtet die Stadt Münster die Dächer ihrer 183 Hallen ganz genau, darunter die der Stadthalle Hiltrup und der Sporthalle an der Marienschule in Hiltrup-Ost.

Wie ist der aktuelle Stand? Die Stadt Münster hat nachgerüstet. Fachstellenleiter Roland Schniedenharn vom Amt für Immobilienmanagement ist trotzdem aufmerksam. „Wir behalten die Flachdächer im Auge, auf denen sich jetzt Schneeverwehungen bilden.“ Wenn sich an einigen wenigen Stellen auf einem Dach extrem viel Schnee anhäuft, könne das schlimmer sein, als wenn sich sehr viel mehr Schnee gleichmäßig verteilt.

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