Schweinemaststall: Bewohner gründen eine Bürgerinitiative
Unruhe im Emmerbachtal

Münster-Hiltrup -

Mehrere Bewohner des Stadtteils Hiltrup-Ost haben beschlossen, eine Bürgerinitiative gegen den Bau der geplanten Mastanlage mit 1500 Schweinen auf dem Gelände des Hofes Watermann am Rande der Hohen Ward zu gründen.

Samstag, 06.03.2021, 11:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2021, 16:49 Uhr
Der mögliche Standort am Rande der Hohen Ward.
Der mögliche Standort am Rande der Hohen Ward. Foto: Grottendieck

Mehrere Bewohner des Stadtteils Hiltrup-Ost haben beschlossen, eine Bürgerinitiative gegen den Bau der geplanten Mastanlage mit 1500 Schweinen auf dem Gelände des Hofes Watermann am Rande der Hohen Ward zu gründen.

Sie sind der Meinung, dass das Bauvorhaben die Bewohner des Stadtteils und in besonderem Maße die Bewohner des Emmerbachtals tangiert, weil sie als Nachbarn von den Auswirkungen einer solchen Anlage am stärksten betroffen wären. In einer Mitteilung heißt es weiter: Sie befürchten für die Bauphase und den anschließenden Betrieb der Schweinemastanlage eine starke Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf der Zufahrtsstraße „Zum Waldfriedhof“. Zudem vertrage sich die zu erwartende Lärmbelastung nicht mit den an der Straße liegenden Friedhöfen als Orte der Stille und der Trauer.

Ihrer Ansicht nach gibt das Vorhaben aber auch Anlass zu weiteren zahlreichen Bedenken hinsichtlich des Landschafts-, Natur-, Gewässer, Boden-, und Tierschutzes. In der Nähe der Hofstelle befinden sich ein für Münster wichtiges Wasserschutzgebiet und mehrere empfindliche Biotope mit geschützten Tier- und Pflanzenarten.

Ziele und Akteure der Bürgerinitiative

Darum geht es der Bürgerinitiative:

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Zudem soll der Maststall im Landschaftsschutzgebiet zwischen Emmerbach und Hoher Ward unmittelbar an dem beliebten Rundweg über die beiden Brücken des Emmerbaches platziert werden, weniger als 500 Meter von der Wohnbebauung entfernt. Damit verliere das Naherholungsgebiet für die vielen Menschen, die es tagtäglich aufsuchen, beträchtlich an Wert. Der Bürgerinitiative liegt es nach eigenen Angaben fern, die Arbeit der Landwirte „abzuwerten oder gar zu verteufeln“.

Da in Coronazeiten keine öffentliche Gründungsversammlung möglich ist, müsse der digitale Weg gewählt werden. Jede Bürgerin, jeder Bürger könne sich durch eine E-Mail an kontakt@bi-emmerbach.de als Mitglied anmelden.

 

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