Ein neues Zelt mit zwei Masten
Der Kinder- und Jugendcircus Alfredo hat jetzt ein Artistik-Zentrum

Münster-Hiltrup -

Zwei Masten aus Metall ragen nackt in den Himmel hinter Roccos Soccer-Arena. Stahlseile halten sie in Position, dazwischen liegen Planen mit vielen Falten. So entsteht der Kern eines Artistik-Zentrums. Dahinter steckt der Kinder- und Jugendcircus Alfredo.

Montag, 22.03.2021, 16:27 Uhr
Das neue Zirkuszelt ist deutlich größer als das bisherige und hat zwei Masten: Hinter Roccos Soccer-Arena an der Hünenburg soll es als Artistik-Zentrum genutzt werden.
Das neue Zirkuszelt ist deutlich größer als das bisherige und hat zwei Masten: Hinter Roccos Soccer-Arena an der Hünenburg soll es als Artistik-Zentrum genutzt werden. Foto: anh

Auch bei Alfredo läuft seit einem Jahr nichts mehr. Doro Brenda erinnert sich an Weihnachten 2020. Man sitze zu Hause, schaue auf die Uhr und wisse: Eigentlich wäre gerade Hochbetrieb im Weihnachtszirkus – das sei zum Heulen gewesen. Wenn die Pandemie es erlaubt, sollen die Kinder und Jugendlichen wieder trainieren können – dabei soll das Zentrum helfen.

Lange hatte der Zirkus eine Räumlichkeit gesucht, und man war schon etwas „verzweifelt“, als Zirkusdirektor Thomas Egbers mit Rocco Levo in Kontakt kam. In dessen Soccer-Arena finden derzeit weder Fußballspiele noch Kindergeburtstage statt, aber Levo wollte helfen. Zumal seine Kinder des Öfteren im Hiltruper Weihnachtszirkus waren. Man wurde sich einig für eine Testphase, die bis zum 31. Oktober laufen soll. Levo ist zuversichtlich. Egbers: „Es hilft ja nichts, sich zu verkriechen.“

Geld kam aus Rücklagen, Coronahilfen und einer Spende der Sparkasse. Egbers sparte bei einem gebrauchten Zelt, kaufte aber vieles neu, zum Beispiel die Stahlseile.

Alfredos bauen ihr neues Zelt auf

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  • Zelt-Aufbau für das Centrum des Jugendcircus Alfredo in Hiltrup

    Foto: Andreas Hasenkamp
  • Zelt-Aufbau für das Centrum des Jugendcircus Alfredo in Hiltrup

    Foto: Andreas Hasenkamp
  • Zelt-Aufbau für das Centrum des Jugendcircus Alfredo in Hiltrup

    Foto: Andreas Hasenkamp
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    Foto: Andreas Hasenkamp
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    Foto: Andreas Hasenkamp

Für Rat sorgt ein Zirkus-Profi, Henry Spindler. Der packt an, zusammen mit Ehrenamtlichen, Trainerinnen und Trainern. „Wer jetzt nichts auf dem Zelt verloren hat, geht runter“, heißt dann die Ansage. Zwischen den Masten zieht ein Hebel eine Traverse hoch, an der das Mittelstück des Zeltdaches befestigt ist. Das geht nur Schritt für Schritt. Nicht nur, weil sich die Alfredos bei diesem ersten Aufbau alles in Ruhe vom Profi zeigen lassen. Denn dieses Zelt ist deutlich größer und hat zwei Masten. Die sind je elf Meter hoch, dass Zeltdach erreicht eine Höhe von acht Metern. Das sorgt für einen Durchmesser von 20 Metern.

Wenn der erreichbare Teil der Unterseite des Zeltdaches geschrubbt ist, wird es weiter hochgehebelt, dann wieder geputzt – drinnen entsteht immer mehr Platz, mehr Licht dringt herein, und die zu putzende Fläche wird immer größer.

Als das Dach die Zielhöhe erreicht, kann der Wind ungehindert durch die Arena fegen – aber auf einem Haufen liegen noch Planen für die Seitenwände. Erst einmal müssen dafür Ständer mit der Zeltplane verbunden und aufgerichtet werden. 32 massive Anker zu je 15 Kilogramm erlauben es, sie über starke Bänder zu fixieren und stramm zu ziehen. Der Profi sorgt noch für die Ausrichtung der Stützen um die Manege. Der TÜV kann kommen.

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