SPD und Nabu regen Naturlehrpfad am Emmerbach an
Mit Blick auf den Eisvogel

Münster-Hiltrup -

Das kleine Naturparadies entlang des Emmerbachs wissen Anwohner und Naturliebhaber zu schätzen. Nun soll der Bereich weiter aufgewertet werden, regt die SPD. Unterstützung soll von den Experten der Nabu-Naturschutzstation kommen.

Samstag, 17.04.2021, 11:22 Uhr aktualisiert: 17.04.2021, 11:30 Uhr
Die Schönheiten der Natur entlang des renaturierten Emmerbaches in Hiltrup-Ost wollen Simon Kerkhof von der SPD (l.) und Dr. Thomas Hövelmann von der Nabu-Naturschutzstation stärker hervorheben. Ihnen schwebt die Errichtung eines Bachlehrpfades vor.
Die Schönheiten der Natur entlang des renaturierten Emmerbaches in Hiltrup-Ost wollen Simon Kerkhof von der SPD (l.) und Dr. Thomas Hövelmann von der Nabu-Naturschutzstation stärker hervorheben. Ihnen schwebt die Errichtung eines Bachlehrpfades vor. Foto: gro

Das kleine Naturparadies entlang des Emmerbachs wissen Anwohner und Naturliebhaber zu schätzen. Nun soll der Bereich weiter aufgewertet werden.

Mit fachlicher Unterstützung des Nabu regt die Hiltruper SPD die Errichtung eines kleinen Bachlehrpfades an. Simon Kerkhoff von der SPD und Dr. Thomas Hövelmann schwebt ein Rundweg mit einigen Infotafeln „von Brücke zu Brücke“ vor. In der Hohen Ward und direkt am Haus Heidhorn hat der Nabu in der Vergangenheit bereits einige Vorbilder geschaffen.

„Der jetzige Zustand des Emmerbachs wird von vielen als selbstverständlich wahrgenommen“, weiß Hövelmann. Dabei war das über lange Jahre anders. Naturbelassen ist der Bach eigentlich nie gewesen. Über Jahrzehnte war er schnurgerade ausgebaggert wie eine künstlich angelegte Wasserstraße und Zielscheibe von Kritik durch Umweltschützer.

Stadt Münster sorgte für Renaturierung

Vor 20 Jahren änderte sich das. Die Stadt Münster hat mit großem Aufwand für eine Renaturierung des Emmerbaches in Hiltrup-Ost gesorgt. Der Flusslauf wurde entfesselt. Die Uferbereiche wurden aufgeweitet.

Seltene Pflanzen- und Tierarten haben sich angesiedelt. Der Eisvogel begibt sich am Emmerbach regelmäßig auf Nahrungssuche. Aber wer weiß schon, dass in dem Gewässer eine seltene Fischart wie der Steinbeißer anzutreffen ist? „Nicht jeder weiß, was es hier zu entdecken gibt“, begründet Simon Kerkhoff den politischen Vorstoß seiner Partei, den Bereich des Emmerbachs aufzuwerten und auch besser erlebbar zu machen.

Die bereits geschotterten Wege zwischen den beiden Brücken am Adolf-Wentrup-Weg sowie Herzkamp bieten sich für einen Bachlehrpfad an, erklärt Thomas Hövelmann. Einige Trampelpfade könnte man zusätzlich einbeziehen, sofern man sie mit Rindenmulch leichter begehbar machen würde. An einigen Stellen ließen sich auch direkte Zugänge zum Wasser schaffen. „Der Emmerbach ist an einigen Stellen sehr flach und somit ideal geeignet, damit Kinder darin spielen können“, erklärt Hövelmann.

Kosten in Höhe von 7000 Euro

Die SPD möchte alle Fragen, die mit der Errichtung eines Bachlehrpfades verbunden sind, von der Verwaltung klären lassen. Einen entsprechenden Antrag legt sie jetzt vor. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 7000 Euro könnten im Haushalt 2022 verankert werden, schlägt Kerkhoff vor. Die inhaltliche Gestaltung würde der Nabu übernehmen. Über die Betreuung der rund 40 Bachpatenschaften innerhalb Münsters ist der Nabu ohnehin nahe am Thema. Hövelmann glaubt, dass sogar ein Modellprojekt entstehen könnte.

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