Arbeitskreis Ghana
Licht für ein besseres Leben

Münster-Hiltrup -

In St. Martyrs of Uganda im Norden Ghanas, der Partnergemeinde von St. Clemens Hiltrup Amelsbüren, sind 60 Solarlampen eingetroffen. Sie sollen den Menschen helfen, ein besseres Leben zu führen. Wie genau soll das funktionieren?

Montag, 26.04.2021, 10:32 Uhr aktualisiert: 26.04.2021, 10:40 Uhr
Mr. Joe Osei erläutert in Sirigu, einer Stadt im Norden Ghanas, die Funktionsweise der Solarlampen.
Mr. Joe Osei erläutert in Sirigu, einer Stadt im Norden Ghanas, die Funktionsweise der Solarlampen.

Eine lange Reise hatten die 60 Solarlampen hinter sich, nachdem sie coronabedingt etwas später als geplant nun Mitte März in St. Martyrs of Uganda, der Partnergemeinde von St. Clemens Hiltrup Amelsbüren, eintrafen.

60 Lampen für zunächst 60 Familien: Sie sind – im Unterschied zu den üblichen Petroleum- oder Batterietaschenlampen – hell genug, um in ihrem Schein zu lesen, zu nähen, zu lernen oder Fahrräder zu reparieren. Es sind Lampen, die den Arbeitstag verlängern und damit mehr Lernen oder mehr Arbeiten ermöglichen. Sie helfen letztlich, den eigenen Lebensstandard zu verbessern, schreibt der Ghana-Kreis der Gemeinde St. Clemens.

Es sind Lampen, die keine Steckdose und keine Batterie brauchen, nur das Sonnenlicht. Und davon gibt es genug jeden Tag im Norden Ghanas.

Joe Osei wohnt in Tamale, einer Stadt im Norden Ghanas, etwa 200 km von Sirigu entfernt. Er ist Mitarbeiter der Firma „Village Boom“ in Münster. Er führte die Vertreterinnen der Christian Mothers, Mitglieder des Pfarrgemeinderats und den Gemeindepriester Father Jacob in das System Village Boom ein. Gleichzeitig steht er ab jetzt für technische Probleme und Reparaturen zur Verfügung.

60 Familien werden zunächst profitieren und die 60 Lampen für drei Monate nutzen dürfen. Die Ausgaben, die sie für Batterien oder Petroleum sparen, werden im Rahmen eines Sparclubs zur Seite gelegt und dienen nach drei Monaten zur Finanzierung einer familieneigenen Solarlampe.

Die zunächst geliehene Lampe wird nach den drei Monaten weitergereicht. Eine neue Lampe geht in den Besitz der Familie über, wobei Joe Osei für Auslieferung, Reparatur und Wartung weiter zur Verfügung stehen soll.

Das Prinzip „Village Boom“ ist ein nachhaltiges Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ländlichen Regionen ohne Elektrifizierung. Nicht nur in Ghana. Beim nächsten Delegationsbesuch, der – so hoffen die Mitglieder des Ghana-Kreises – im Januar 2022 stattfinden wird, werden sie sich über den Stand des Projekts informieren können.

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