Kinderhaus
Drehen sich Korrekturschrauben?

Dienstag, 20.01.2009, 19:01 Uhr

Münster-Kinderhaus - Es könnte mehr Leben im Atrium sein - momentan ist es ein langsamer und ruhiger Pulsschlag. Jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen, alles ehrenamtlich organisiert, berichtet Clemens Bruns-Sommerhage vom Kulturverein Atrium. Auch könne jede Gruppe nach Absprache das Atrium nutzen, betont er.

Noch ist der Kultur-Kalender des Atriums leer. Doch schon im Februar soll das Kulturprogramm fürs ganze Jahr vorliegen, das ist ein Ziel des Vereins. Ein anderes ist es, die künftige Nutzung in geregelte Bahnen zu lenken. „Wir sind dabei, Ausbildung und Qualifizierung an den Standort Atrium zu binden und sind weiter im Gespräch“, erläutert Clemens Bruns-Sommerhage.

Parea ist eine Institution, die sich für das Atrium interessiert und mit der Konzeption eines Nachbarschaftstreffs an den Start gehen möchte, wie Hanno Schmidt von Parea erläutert: soziale Bindungen schaffen, Seniorenbetreuung sowie Ausbildung und Qualifizierung in den Sektoren Gastronomie, Service oder im haustechnischen Bereich - in Kooperation mit dem Internationalen Bund, mit dem Parea auch in anderen Städten zusammenarbeitet.

Wie Clemens Bruns-Sommerhage berichtet, gebe es mehrere interessierte Träger für Ausbildung und Qualifizierung, eine Zusammenarbeit mit Parea schließt er nicht aus.

Definitiv klar sei indes, dass das Land zu dem neuen Konzept Stellung nehmen muss. Denn alles hänge von den konkreten Finanzierungsmöglichkeiten im Beschäftigungsbereich ab, von der Zustimmung des Landes „zu den Korrekturschrauben bei der Nutzungsänderung“. Ursprünglich war das Atrium mit Gastronomie angetreten. Doch dass eine angegliederte gewerbliche Gastronomie Chancen hätte, hält der Chef des Kulturvereins angesichts der bisherigen Erfahrungen „für ausgeschlossen“. Eine Auswertung der Kulturarbeit des Vereins hat beispielsweise gezeigt, dass die Durchführung von Veranstaltungen in den Räumen des Atriums weit geringere direkte Auswirkungen auf Einkünfte der Gastronomie habe, als in den vergangenen Jahren und bei der Planung der Gesamtkonzeption angenommen.

Chancen sieht der Kulturverein in einer Nutzungskombination: Ausbildung, Qualifikation, Beschäftigung mit einem günstigen Mittagsangebot.

Nicht der tägliche Thekenabend ist angepeilt, sondern ein Treffpunkt für verschiedene Vereine und Gruppen. Spätestens mit Beginn des zweiten Quartals hofft Clemens Bruns-Sommerhage auf eine verbindliche Lösung.

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