Kinderhaus
Bei Sonne und bei Regen

Dienstag, 07.04.2009, 18:04 Uhr

Münster-Kinderhaus - Er kennt jeden noch so kleinen Trampelpfad, jeden Maulwurfshügel , jeden Stein: Bernhard Strotmeier ist Platzwart und kümmert sich seit 20 Jahren um die städtische Sportanlage Große Wiese. Jeden Tag entscheidet er neu, was zu erledigen ist, „hat immer mit Menschen zu tun“ - Platzwart ist für ihn „einer der schönsten Berufe“.

Viel frische Luft um die Nase - das ist einer der Vorteile, besonders bei gutem Wetter. Auch Regen könne seine Vorzüge haben, sucht Strotmeier das Positive: Dann schnappt er sich oft den Besen und schrubbt den Schmutz von den Sprungbahnen.

Gute Laune, Ruhe und Gelassenheit strahlt er aus. Seit 1979 übt der Saerbecker seinen Beruf in Münster aus, die letzten 20 Jahre in Kinderhaus .

Ob Pflasterung, Erdarbeiten, Grünschnitt, Beregnung der Plätze - reinigen, kontrollieren, pflegen, häckseln, geradeziehen, abkreiden: vier Großspielfelder, Leichtathletikanlagen (Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Kurzstrecke), Speckbrettplätze und Trimm-Dich-Pfad und das Grün drumherum. Alles gehört dazu. 15000 Quadratmeter Fläche sind kein Pappenstiel.

Und wenn die Beregnungsanlage auf einem Asche- oder Rasenplatz nicht funktioniert, wird repariert: „Das können wir alles“, sagt Bernhard Strotmeier. Auch die 18 „Brenner“ - die Flutlichtlampen - werden regelmäßig kontrolliert. Zurzeit werden die Rasenplätze gedüngt, für eine feste Grasnarbe. Das übernimmt ein Kollege vom Grünflächenamt. Früher habe es mehr Personal gegeben, erinnert er sich. Dafür sind die Platzwarte heute technisch gut ausgerüstet, um ihre vielfältigen Aufgaben zu erledigen.

Der älteste Teil der Sportanlage ist der Fußballplatz östlich des Rosa-Posekardt-Wegs mit den Sprunganlagen. „Das sah 1979 schon genauso aus wie heute“, erinnert er sich. Früher waren Platzwarte auch an Wochenenden im Einsatz. Heute regelten die Vereine es selbst, wenn etwa nach einem Schauer noch mal abgekreidet werden müsse, und das funktioniere gut, sagt Strotmeier.

„Wir sind immer dran und versuchen, es so gut zu machen, wie es geht“, sagt er, lächelt und schaut zufrieden in sein grünes Reich.

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