Kinderhaus
Alternatives Lernen

Dienstag, 26.01.2010, 17:01 Uhr

Münster-Kinderhaus - In die Rolle eines Bananenhändlers mussten sich die Teilnehmer der Schülerakademie im Franz-Hitze-Haus versetzen. Von der Produktion bis zum Welthandel begleiteten die Gymnasiasten in einem Planspiel die gelbe Südfrucht. 25 Jugendliche vom Geschwister-Scholl-, vom Annette-, dem Freiherr-vom-Stein- und dem Wiprecht-Gymnasium aus Groitzsch bei Leipzig im Alter von 16 Jahren nehmen an der besonderen einwöchigen Fortbildung unter dem Thema „Globalisierung und Gerechtigkeit“ teil.

„Vor zehn Jahren hatte wir am Geschwister-Scholl-Gymnasium die Idee, einigen unserer Schüler diese Akademie zu ermöglichen“, erklärte Schulleiter Heinz Beumer . „Das Franz-Hitze-Haus hat uns von Beginn an dabei sehr unterstützt.“

Die Schulen wählen für diese Akademie Schüler aus, die durch besondere Leistungen auf sich aufmerksam gemacht haben. Das sei nicht nur auf gute Noten bezogen, auch soziale Kompetenzen dienten als Auswahlkriterien, erläuterte Beumer.

Sich eine Woche intensiv mit einem Thema auseinanderzusetzen, mit ausgewiesenen Fachleuten zu diskutieren und am Ende auch Ergebnisse zu präsentieren, dafür bleibe im normalen Unterricht keine Zeit, erklärte Marco Götze , Lehrer am Wiprecht-Gymnasium. In der Schülerakademie sei ein ganz anderes zukunftsorientiertes Arbeiten möglich.

Ludger Schulte-Roling, Fachbereichsleiter am Franz-Hitze-Haus, hat für diese Woche, in der alle Schüler im Franz-Hitze-Haus wohnen werden, ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Unter anderem beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Frage „Was ist Gerechtigkeit?“ Michael Hartleb von der Universität Erfurt stellt dazu philosophische und theologische Modelle vor. An zwei Tagen steht ein Planspiel für Handel und Entwicklung auf dem Programm. Über die Frage was Globalisierung ist, sprechen die Gymnasiasten mit Ulrich Jost-Blome vom Referat Weltkirche des Bistums Münster .

Jede Schülerakademie steht unter einem anderen Titel. „Ziel der Veranstaltung ist es, sich selbstständig über den Unterricht hinaus mit einem Thema intensiv auseinanderzusetzen“, sagte Heinz Beumer. Dabei flössen politische, historische, kulturelle und ökonomische Aspekte gleichermaßen ein.

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