Kinderhaus
Aus Zitronen werden Fische

Sonntag, 28.08.2011, 17:08 Uhr

Münster-Kinderhaus - Überall in Kinderhaus sind in diesen Wochen Maler mit Staffelei, Leinwand oder Skizzenblock anzutreffen. Sie arbeiten an einer gemeinsamen Ausstellung mit dem Titel „Kinderhaus mon amour“ - sozusagen an einer Liebeserklärung für den Stadtteil.

Jetzt war der Nachwuchs aufgefordert, sich an der Ausstellung mit eigenen Werken zu beteiligen. Beim Kindertag im internationalen Kulturzentrum Atrium sollten die Mädchen und Jungen ihre Ideen zu Papier bringen. Petra Maria Jeutner, die zum ersten Mal an der Aktion teilnimmt, erklärte sich gemeinsam mit anderen Künstlern bereit, den jungen Malern Hilfestellung zu geben. Der vierjährige Ben wollte unbedingt Zitronen malen. Doch der gelbe Fleck auf seinem Blatt Papier geriet etwas aus der Form. Kein Problem, denn Künstler sind kreativ. Jetzt ist es ein Zitronenfisch.

Insgesamt entstanden sehr farbenfrohe Bilder mit Wasserfarben oder Ölkreiden. „Einige Kinder haben mir berichtet, dass sie zu Hause und selbst in der Schule keine Wasserfarben benutzen dürfen, weil Eltern oder Lehrer befürchten, dass mehr bunt wird als nur das Papier.“ Dafür hatte Petra Maria Jeutner wenig Verständnis. „Das gehört nun einmal dazu.“ Im Atrium war Klecksen erlaubt.

Die jungen Maler waren außerdem aufgefordert, sich an einem großen Plakat für die Gemeinschaftsausstellung am kommenden Sonntag (4. September) zu beteiligen. Sie durften auf einer großen Leinwand die vorgezeichneten Buchstaben „Kinderhaus mon amour“ bunt ausmalen und die Freiflächen mit farbenfrohen Blumen und Schmetterlingen gestalten.

Viel gemalt haben bisher auch die beteiligten erwachsenen Künstler: Birgit und Uwe Dresemann haben schon zwei Bilder fertig, auch Jochen Koe­niger , der überwiegend auf dem Sprickmannplatz tätig ist, kann bereits vollendete Gemälde vorweisen. Marlies Terörde ist mit dem Vorentwurf fertig und wird in dieser Woche an ihrem Werk weiterarbeiten. „Einen Tag haben wir auf dem Sprickmannplatz Jugendliche portraitiert“, erzählt sie. „Ein wichtiges Anliegen der Aktion ist es, die Bewohner des Stadtteils und vor allem der Schleife für unsere Kunst zu interessieren, erklärt Birgit Dresemann.

Zum gemeinsamen Künstlertreff im Atrium kommen die Maler am Mittwoch (31. August) ab 17 Uhr zusammen. Dann kocht der Chef des Kulturvereins, Clemens Bruns-Sommerhage persönlich. Am Donnerstag (1. September) sind einige der Künstler auf dem Wochenmarkt anzutreffen.

Am Sonntag (4. September) werden die Bilder dem Publikum vorgestellt. Jeder Künstler hat sich in den vergangenen Wochen sein eigenes Bild vom Stadtteil gemacht. Dabei haben Viele ihre Werke unter den Aktions-Titel „Wut und Kraft“ gestellt.

Die Vernissage beginnt um 11 Uhr. Bei schönem Wetter findet sie auf dem Sprickmannplatz.statt. Anschließend werden die Bilder im Kulturzentrum Atrium zu sehen sein.

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