Die Künstlerin Anni Buschkötter hätte am 26. August 2013 ihren 100. Geburtstag feiern können
„Eine couragierte und sehr sozial eingestellte Frau“

Münster-Kinderhaus -

Große Stücke hält Ruth Betz, ehemalige Stadtheimatpflegerin, auf Anni Buschkötter: Die verstorbene Kunstschaffende ist mit ihrer Skulptur „Unteilbares Deutschland“ im münsterschen Straßenbild nach wie vor präsent.

Sonntag, 25.08.2013, 20:08 Uhr

Heute, am 26. August 2013, wäre die Bildhauerin Anni Buschkötter 100 Jahre alt geworden. Ruth Betz , ehemalige Stadtheimatpflegerin, schätzt das Werk und Wirken der Kinderhauser Künstlerin sehr. „Sie war eine couragierte, liebenswerte und sehr sozial eingestellte Frau, die in ihrem Leben Vorbildliches geleistet hat“, erinnert sich Ruth Betz. Als Künstlerin habe Anni Buschkötter hohe Ansprüche an sich selbst gelegt. Sie schuf Skulpturen aus Holz, Bronze und Stein, Linolschnitte, Keramiken – und sie malte.

Unvergessen und noch immer in Münsters Straßenbild präsent ist ihre 3,20 Meter hohe Skulptur „Unteilbares Deutschland “, die im Jahre 1960 am Servatiiplatz aufgestellt wurde. Anni Buschkötter schuf eine Vielzahl von Skulpturen, die ihren Weg bis Rheine, Tecklenburg und Vechta fanden.

Sie war Gründungsmitglied der Kinderhauser Artothek und gab ihre künstlerischen Erfahrungen und Lebenserfahrungen auf Anfrage gern an Jüngere weiter.

Anni Buschkötter wurde 1913 in Oberhausen Sterkrade geboren und wollte nach dem Besuch des Lyzeums eigentlich Bühnenbildnerin werden. Doch es kam anders: Sie absolvierte eine Buchhaltungslehre und absolvierte zugleich Abendkurse für Schriften und Keramik in der Werkschule. 1933 kam Anni Buschkötter nach Münster , heiratete 1939, engagierte sich in den 50er Jahre für die Rückführung der Kriegsgefangenen aus Russland.

Fünf Semester studierte sie als Gastschülerin an der Werkkunstschule bei Prof. Kurt Schwippert, sechs Semester bei Prof. Karl Ehlers. Zwei Jahre verbrachte sie in Intervallen auf Sizilien und machte sich in der Technik der Keramik-Glasur kundig. „In der großen Jahresausstellung der Artothek im Sommer 2002 in der Bürgerhalle des münsterischen Rathauses war letztmalig eine beeindruckende Auswahl ihrer Exponate zu sehen“, berichtet Betz. Anni Buschkötter starb am 17. August 2010.

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