Bezirksvertreter aus Münsters Norden prüfen Einsparvorschläge bei Grünflächen und Spielplätzen
Rasenmäher soll seltener anrücken

Münster-Nord -

Sparen ist im städtischen Haushalt angesagt. Und gespart werden soll jetzt bei den städtischen Spiel- und Bolzplätzen und der Pflege der öffentlichen Grünanlagen. Auch in Münsters Norden sind einige Plätze und Flächen davon betroffen. Entsprechende Beschlussvorlagen haben die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Nord bereits erhalten. Nun müssen sie sich mit den Vorschlägen der Verwaltung intensiv auseinandersetzen.

Freitag, 20.09.2013, 21:09 Uhr

Der Bolzplatz an der Nordmark steht auf der Streichliste der Verwaltung. Außerdem sollen Grünflächen, wie die zwischen Nordmark und Feldstiegenkamp (kl. Foto), seltener gemäht werden.
Der Bolzplatz an der Nordmark steht auf der Streichliste der Verwaltung. Außerdem sollen Grünflächen, wie die zwischen Nordmark und Feldstiegenkamp (kl. Foto), seltener gemäht werden. Foto: mfe

Auf der Streichliste für die Spielplätze steht unter anderem der Ballspielplatz an der Nordmark. Laut Vorlage werde diese Fläche kaum genutzt, außerdem gebe es eine sehr gute Versorgung mit Sportflächen im Stadtteil, heißt es in der Begründung. Nach Vorstellung der Verwaltung kann der Platz in eine Grünfläche umgewandelt werden, die zwei Mal jährlich gemäht werden soll. Gerechnet wird mit einer Einsparung von 1305 Euro pro Jahr.

Wegfallen könne laut Vorlage außerdem der Spielplatz an der Pestalozzistraße. Auch dafür sieht die Verwaltung keine Notwendigkeit mehr, weil es ihrer Ansicht nach in Kinderhaus eine gute Versorgung mit Spielplätzen gibt. Genau dieser Spielplatz habe einen sehr hohen Unterhaltungsaufwand, weil sich dort immer viel Hunde- und Katzenkot befinde, heißt es in der Vorlage. Die Spielgeräte sollen abgebaut, der Bolzplatz allerdings erhalten werden. Die Einsparung könne durch diese Maßnahmen 489 Euro betragen.

Insgesamt 5700 Euro will die Stadt bei der Pflege von öffentlichen Grünanlagen im Bezirk Nord einsparen. So soll die städtische Grünfläche an der Regina-Prothmann-Straße nicht mehr zwölf Mal sondern zu mindest auf der Hälfte der Fläche nur noch zwei Mal pro Jahr gemäht werden. Gleiches gelte für die Grünfläche in Coerde rund um die Kleingartenanlage Münster-Nord. Auch südöstlich der Wilkinghege / Ecke Westhoffstraße soll der Rasenmäher auf 50 Prozent der Fläche nur zwei Mal im Jahr anrücken. Ebenso auf dem Grünzug zwischen Nordmark und Feldstiegenkamp sowie auf den Bereichen rund um die Norbert-Kirche und die Hauptschule. Für den Grünstreifen neben der Norbertschule gelte das ebenfalls. 

Die Bezirksvertreter beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung, sich in Kürze zu einem Ortstermin zu treffen, um sich selbst ein genaues Bild von den Flächen zu machen und dabei zu überlegen, ob sie die Vorlage der Verwaltung befürworten können oder Änderungen einbringen wollen. In der nächsten Sitzung am 15. Oktober der BV Nord stehen die Beschlussvorlagen für eine Anhörung auf der Tagesordnung.

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