Trio gestaltete den „Kinderhauser Comedy Kocktail“
Über Gangster-Rapper und eine emotionale Zwickmühle

Münster-Kinderhaus -

Viel Abwechselung bot der „Kinderhauser Comedy Kocktail“ (Kick) im Bürgerhaus Mokido: Mit Alain Frey, Natalja Köpnick und Nico Paasch standen am Freitagabend gleich drei Akteure auf der Bühne.

Sonntag, 15.09.2013, 20:09 Uhr

Die drei Nachwuchscomedians (v.l.) Alain Frey, Natalja Köp­nick und Nico Paasch trieben bunten Schabernack beim sechsten „Kinderhauser Comedy Kocktail“.
Die drei Nachwuchscomedians (v.l.) Alain Frey, Natalja Köp­nick und Nico Paasch trieben bunten Schabernack beim sechsten „Kinderhauser Comedy Kocktail“. Foto: pmg

Den Auftakt machte Natalja Köpnick. Sie zeigte in einem ihrer Sketche zwar, wie unentschlossen Frauen bisweilen sind. Selbst aber wirkte Köpnick alles andere als richtungslos. Nachdem sie sich auf der Bühne in den Coolsten aller Hip-Hopper verwandelt hatte, plauderte sie aus dem Nähkästchen dieses harten Geschäfts. Wie ist es zum Beispiel zu lösen, wenn man als Gangster-Rapper spontan für Kinder performen muss? Einfach den Rap übers Kiffen nehmen und das böse Wort, bevor es einem über die Lippen rutschen kann, durch „Schokolade“ ersetzen. Das Ergebnis sei ein Song über eine Droge, die genauso viel Suchtpotenzial habe, aber legal sei.

Bei Alain Frey konnte man den Eindruck gewinnen, Teil einer Sitcom zu sein, in der pünktlich zu den Pointen lautestes Gekicher und Gelächter aus dem Publikum zu hören ist. Dass soziale Netzwerke im Internet ganz besondere Gefahren bergen, ist ja inzwischen allgemein bekannt. Eine urkomische Facette bekam das Thema aber, als Frey von der emotionalen Zwickmühle berichtete, die es mit sich bringen kann, mit der eigenen Mutter im Netzwerk befreundet zu sein. „Junge, zieh dir doch mal ein Mützchen an“ wünsche sich wohl niemand als mütterlichen Kommentar unter einem Party-Foto.

Nico Paasch dagegen warnte überzeugend und eindringlich vor den Gefahren jeder Art von Beziehung, angefangen bei der veganen Ex-Freundin bis zum Versuch frisch gebackener Eltern, ihre Kinder mal „ganz kurz“ auf seinem Arm zu parken.

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