Kita „Die Glühwürmchen“ zieht bis Jahresende ins Markus-Zentrum
Notlösung als Idealfall

Münster-Kinderhaus -

Weil ihre Räume im ehemaligen Grünhaus von dem Unwetter beschädigt wurden, zog die Kita „Glühwürmchen“ für mehrere Monate in das evangelische Markus-Gemeindezentrum.

Mittwoch, 13.08.2014, 22:08 Uhr

Eine große Freude bereiteten Pfarrer Winfried Reglitz (l.) und das Presbyterium der evangelischen Markus-Gemeinde der Kita „Die Glühwürmchen“ mit dem Angebot, bis Jahresende Räume im Markus-Kirchenzentrum am Idenbrockplatz nutzen zu können.
Eine große Freude bereiteten Pfarrer Winfried Reglitz (l.) und das Presbyterium der evangelischen Markus-Gemeinde der Kita „Die Glühwürmchen“ mit dem Angebot, bis Jahresende Räume im Markus-Kirchenzentrum am Idenbrockplatz nutzen zu können. Foto: eb

Eine Notlösung kann zugleich eine Ideallösung sein. Das zeigt sich zurzeit im evangelischen Markus-Gemeindezentrum, dem vorübergehenden Domizil der Kindertagesstätte „Die Glühwürmchen “. Die von einer Elterninitiative getragene Kita wurde – wie berichtet – ein Opfer des Gewitter-Unwetters und kann ihre Räume im ehemaligen Grünhaus an der Grevener Straße voraussichtlich bis Ende des Jahres nicht nutzen. Alles muss renoviert und neu möbliert werden.

Zunächst zogen 20 der insgesamt 40 Kinder in den MoT-Treff-Kotten in den Rieselfeldern. Einer der dortigen Mitglieder hat seine Söhne in der Kita.

Dann boten Pfarrer Winfried Reglitz und das Presbyterium der Markus-Gemeinde dessen Kirchenzentrum am Idenbrockplatz als Ausweichquartier an. „Das ist Gold wert. Wir waren von dem Angebot ganz beeindruckt, da die Markus-Gemeinde ja ebenfalls stark von der Überflutung betroffen ist“, sagte Kita-Leiterin Annika Gauczinski . Alle 40 Kinder füllen seit Wochenbeginn das Gemeindezen­trum mit quirligem Leben.

„Wir fühlen uns wie in der Innenstadt“, freut sich Kita-Leiterin Gauczinski über die neuen Möglichkeiten. „Wir haben alle Geschäfte vor der Nase und können mit den Kindern einkaufen gehen. Der Wochenmarkt ist für sie ein wunderbares Erlebnis.“ Sicher sei nun einiges anders zu organisieren, doch: „Wir passen uns an, so wie es die Kinder auch tun.“

Pfarrer Reglitz sieht die Auswirkungen des Unwetters und die Notwendigkeit zum Umdisponieren als „ein Stück Stadtteil-Geschichte“, weil das Unwetter den ganzen Stadtteil getroffen habe. „Man ist zusammengerückt. Die Bereitschaft, einander zu helfen, ist da.“

Mit Ausnahme des Kirchraums und des Büros sind die Mädchen und Jungen mit ihren sechs Fachkräften, der Leiterin und einer Haushaltskraft in alle Räume der oberen Etage eingezogen. Der Tagungsraum beherbergt eine Lese-Ecke und wird als Ruheraum genutzt. Der Raum der Konfirmanden ist als Atelier eingerichtet und dient zum Malen und Basteln. Das Foyer zeigt neue Qualitäten als Mehrzweckraum und wettergeschützte Bewegungsfläche. Im Clubraum wird gegessen, und die Kinder können auf dem Bauteppich oder in der Puppenecke spielen. Einige Möbel wurden den „Glühwürmchen“ von einer Kita in Greven gespendet, die einen Anbau bekam und sich neu eingerichtet hat.

Die Kinder sind von 7.15 bis 16.30 Uhr da, dienstags bis 14 Uhr, eine Notgruppe bis 15 Uhr. Die Gemeindegruppen können jeweils anschließend ins Markus-Zen­trum kommen. „Einige Gruppen haben nun veränderte Zeiten. Manche treffen sich eventuell als Hauskreis. Zwei Gruppen können nicht mehr hier stattfinden“, informiert Pfarrer Reglitz.

Zum Thema

Die Elterninitiative, die Träger der Kita „Die Glühwürmchen“ ist, bittet für die Renovierung und für die Neuanschaffungen an ihrem eigentlichen Standort um Spenden. Stichwort „Unwetter-Hilfe“, IBAN: DE24 4005 0150 0020 0036 46, BIC: WELADED1MST. Wer eine Spendenquittung erhalten möchte, mailt an info@die-gluehwuermchen.de.

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