Sperrung wird missachtet
Wie stark ist die Straße unterspült?

Münster-Kinderhaus -

Gutachten zum Max-Klemens-Kanal soll Schadensumfang klären.

Mittwoch, 24.09.2014, 21:09 Uhr

Der Max-Klemens-Kanal ist sei dem Juli-Unwetter gesperrt. Erst im nächsten Jahr wird mit der Erneuerung begonnen werden, die im Sommer abgeschlossen sein soll. Durch die Unterspülung ist auch ein Stück aus dem Asphalt (kl. Bild) herausgebrochen.
Der Max-Klemens-Kanal ist sei dem Juli-Unwetter gesperrt. Erst im nächsten Jahr wird mit der Erneuerung begonnen werden, die im Sommer abgeschlossen sein soll. Durch die Unterspülung ist auch ein Stück aus dem Asphalt (kl. Bild) herausgebrochen. Foto: kaj

Seit dem Juli-Unwetter ist der Max-Klemens-Kanal ab Grevener Straße bis über die Bahnlinie bei Gut Kinderhaus hinaus gesperrt. Befahrbar ist er nur stadteinwärts.

Das hat einen guten Grund: Die Straße wurde beim Unwetter unterspült, aus dem Asphalt ist ein großes Stück abgebrochen und in den Graben abgerutscht. An weiteren Stellen gibt es zwar noch den Anschein einer festen Straße, doch direkt daneben geht es sofort ab in den Graben, die Böschung ist futsch.

Das Tiefbauamt hat ein externes Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, wie hoch der Schaden in diesem Bereich des Max-Klemens-Kanals tatsächlich ist. Davon wird abhängen, wie aufwendig die Straßenerneuerung sein wird. Die ersten Schätzungen liegen laut Alexander Buttgereit , Abteilungsleiter Bau beim Tiefbauamt, bei rund 400 000 Euro. Das Tiefbauamt werde versuchen, die Straßenerneuerung mit Landesmitteln fördern zu lassen. Da der Schaden ursächlich aus dem Unwetter resultiert, wäre er wohl auch für eine Förderung aus Düsseldorfer Mitteln interessant, schätzt Buttgereit.

Parallel werde die Erneuerung des Straßenstücks vorbereitet, die im Frühjahr starten soll. „Wir hoffen im Sommer fertig zu sein.“ Auf die Verkehrsteilnehmer kommt eine Vollsperrung zu, für welchen Zeitraum steht noch nicht fest. Eine unberechenbare, womöglich durch Witterungseinbrüche unterbrochene Winterbaustelle will das Tiefbauamt nicht aufmachen.

Dr. Aurelia Dickers von der Unteren Denkmalbehörde ist mit im Boot, weil es sich beim Max-Klemens-Kanal um ein Bodendenkmal handelt. „Mein Part ist es zu schauen, dass nicht mehr als nötig in das Bodendenkmal eingegriffen wird“, erklärt sie.

Im schlimmsten Fall gibt es einen Grundbruch unter der Straße. Dabei ist das Fundament betroffen. „Das wäre eine umfangreiche Geschichte. Wir hoffen, dass das nicht so ist“, sagt Jörn Ludwig , Mitarbeiter des Tiefbauamts.

Die Sperrung des ersten Stücks des Max-Klemens-Kanals ist eigentlich nicht zu übersehen. Dennoch hatte Jörn Ludwig bei einem Ortstermin ein Erlebnis der besonderen Art: Ungläubig staunend erlebte er, wie zwei Lkw von der Grevener Straße aus unbeirrt auf den Max-Klemens-Kanal abbogen und, wenn Gegenverkehr kam, nach rechts auf die gesperrte Spur der unterspülten Straße auswichen. Zum Nachmachen sei das nun nicht geeignet. meint Jörn Ludwig: „Sonst gibt die Straße nach, und man landet im Graben.“

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