Provisorium beendet
Neue Brücke ist freigegeben

Münster-Kinderhaus -

150 000 Euro hat die neue Brücke an der Kanalstraße gekostet, die die alte Holzbrücke von 1983 ersetzt.

Mittwoch, 14.01.2015, 18:01 Uhr

Die neue Brücke kann genutzt werden. Das Provisorium mit der Ersatzbrücke, die seit Oktober über den Max-Klemens-Kanal führte, ist beendet
Die neue Brücke kann genutzt werden. Das Provisorium mit der Ersatzbrücke, die seit Oktober über den Max-Klemens-Kanal führte, ist beendet Foto: jans

Die neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer, die parallel zu der Straße „Zum Rieselfeld“ über den Max-Klemens-Kanal führt, ist für die Nutzer freigegeben. Die provisorische Ampel soll nach Auskunft von Alexander Buttgereit , Abteilungsleiter im Tiefbauamt, bald abgebaut werden. Nachgebessert werden müsse allerdings noch beim Fahrbahnbelag der Brücke. Dazu müsse sie jedoch nicht gesperrt werden: „Das soll bei halbseitiger Sperrung geschehen“, kündigte Buttgereit an.

Die Vorgängerin der neuen Brücke war eine Holzbrücke, die 1983 gebaut worden war. Bei Kontrollen waren Schäden aufgefallen: Feuchtigkeit und Pilze hatten dem Holz zugesetzt. „Diese Brücken gehen von innen kaputt, das sieht man nicht sofort. Sie verfaulen nach und nach“, erklärte Buttgereit. Nach einer Sonderprüfung war die Brücke zunächst abgestützt worden.

Ein Provisorium wurde im Oktober des vorigen Jahres errichtet, damit die Fußgänger und Radfahrer etwas weiter abseits des motorisierten Verkehrs unterwegs sein konnten. Die alte Brücke wurde dann abgebaut.

Bei dem neuen Bauwerk handelt es sich um eine Stahlbrücke, die auf Widerlagern aus Beton ruht. Sie ist 13 Meter lang und drei Meter breit. Ihre Errichtung kostete 150 000 Euro.

Ob eine Holzbrücke durch eine Stahlbrücke ersetzt oder wieder eine Brücke aus Holz gebaut werde, prüfe das Tiefbauamt in jedem Einzelfall, betonte Buttgereit. Eine Holzbrücke sei auf jeden Fall preiswerter. „Wir müssen einen Kompromiss finden zwischen der Lebensdauer und der Wirtschaftlichkeit“, gibt der Abteilungsleiter des Tiefbauamts zu bedenken. Je nach Größe und Ausführung koste eine Holzbrücke nur ein Drittel bis zur Hälfte dessen, was für eine Stahlbrücke gezahlt werden müsse. Andererseits habe eine Holzbrücke eine deutlich kürzere Haltbarkeit. „Viel länger als die 30 Jahre, die die jetzt abgebaute alte Brücke an dieser Stelle stand, hält eine Holzbrücke in der Regel nicht.“

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