Breites Themenspektrum in der Bezirksvertretung Nord
Neustart im Bürgerhaus

Münster-Nord -

Von Bus (nach Sprakel) bis Bürgerhaus (in Kinderhaus) reichte das Spektrum der Themen in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord.

Mittwoch, 21.01.2015, 18:01 Uhr

Es gibt positive Signale, dass das Land Nordrhein-Westfalen die durch das Unwetter auch finanziell gebeutelte Stadt Münster bei der Sanierung von Hallenbad und Bürgerhaus Kinderhaus unterstützt.
Es gibt positive Signale, dass das Land Nordrhein-Westfalen die durch das Unwetter auch finanziell gebeutelte Stadt Münster bei der Sanierung von Hallenbad und Bürgerhaus Kinderhaus unterstützt. Foto: kaj

Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt hatte es beim Neujahrsempfang des SC Westfalia Kinderhaus schon angedeutet: Es gebe positive Signale, dass das Land Nordrhein-Westfalen den Wiederaufbau des Hallenbads und die Sanierung des Bürgerhauses Kinderhaus finanziell unterstützen werde. Am Mittwoch haben sich diese Hinweise verdichtet: In den nächsten Tagen wird eine Vorlage zu dem Thema erwartet. Ein Förderantrag sei bis zum 13. Februar zu stellen, heißt es.

Walter Urbscheit ( SPD ) forderte in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord am Dienstagabend eine Beteiligung der Bürger bei den Planungen zum Nutzungskonzept des Hauses und eine rechtzeitige Information der Bezirksvertretung. Auch die Grünen hatten sich im Vorfeld für ein Bürgerforum ausgesprochen.

► Zu den weiteren Themen der Sitzung zählte die Busanbindung nach Sprakel . Für Olaf Bloch, Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung (BV) Nord, ist eine vernünftige Busanbindung Sprakels „eine Investition in die Zukunft“. Für Sprakel wird in der kleinräumigen Bevölkerungsprognose bis 2020, die voriges Jahr im September vorgestellt wurde, mit einem Bewohner-Zuwachs von 17,5 Prozent gerechnet. Sprakels Busanbindung rückte deshalb im Kontext des dritten Nahverkehrsplans, über den im dritten Quartal dieses Jahres entschieden werden soll, in den Fokus.

Die CDU hatte in Ergänzung der schon beschlossenen Anträge der Bezirksvertretung Nord vom März 2014, die bereits das Aus für die Haltestelle Grevener Straße 311 einfordern, weitere Prüfaufträge nachgeschoben, die die Zustimmung der BV fanden: die Frage nach der Höhe der Mehrkosten für die Linie 16 für Fahrten einmal stündlich zwischen 9 und 13 Uhr sowie zwischen 17 und 20.30 Uhr und die Frage nach den Kosten für einen Pendelbus (Kleinbus) zwischen Kinderhaus und Sprakel.

SPD-Fraktionschef Jochen Frese kritisierte die Haltung der Stadtwerke, nur Fahrgäste zu zählen: „Ein schlechtes Angebot noch schlechter zu machen“, sei zu kurz gedacht. „Wer nach Sprakel ziehen will, schaut, was er dort für Möglichkeiten hat.“ „Es ist ein Prüfauftrag“, sagte er. „Aber die Stadtwerke sind manchmal stur wie ein Panzer. Wir müssen unsere Ratsleute entsprechend informieren“, wandte er sich an die Parteien in der BV Nord.

► Der Erweiterung der DRK-Kita Meerwiese stimmte die BV einstimmig zu.

Die Anhörung zum Neubau der Kita an der Josef-Beckmann-Straße wurde auf die nächste Sitzung verschoben. SPD-Ratsherr Thomas Kollmann monierte mangelnde Informationen. Zum einen für die direkten Anwohner zum Beispiel in puncto Optik: Es sei nicht klar, was für ein Gebäude sie dort erwarte. Dazu forderte er eine Bürgerinformation in den nächsten zwei bis drei Wochen: „Es ist wichtig, dass man mit den Bürgern spricht.“ Zum anderen solle der tatsächliche Bedarf detailliert dargestellt werden: auf der Basis der aktuellen Kitas und Kita-Gruppen in Kinderhaus – also inklusive Kita Kinderbach und zum Beispiel der ins neue Zen­trum ausgelagerten Gruppe der Kita Kinderhaus.

Marc Weßeling (FDP) forderte zudem für beide Kitas die Darstellung der Reduktionsvariante ein.

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