Geschwister-Scholl-Gymnasium
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Münster-Kinderhaus -

Feierstunde am Scholl: Verabschiedung verdienter Pädagogen

Freitag, 26.06.2015, 18:06 Uhr

Letzter Schultag für drei Pädagogen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (v.l.):  Uli Saager, Wilhelm Breitenbach und Ralf Pohlmann. Sie wurden in einer Feierstunde im Kinderhauser Schulzentrum verabschiedet
Letzter Schultag für drei Pädagogen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (v.l.):  Uli Saager, Wilhelm Breitenbach und Ralf Pohlmann. Sie wurden in einer Feierstunde im Kinderhauser Schulzentrum verabschiedet Foto: kaj

„Schneewittchen“ wartete im Büro von Wilhelm Breitenbach gleich in doppelter Ausführung: Ein Exemplar der weißen Strauchrose wird in seinen Garten wandern, das andere im Atrium des Geschwister-Scholl-Gymnasiums blühen, und so an den im Pädagogischen Zentrum verabschiedeten Schulleiter erinnern.

Gäste aus Schule, Politik und Verwaltung, darunter auch Monika Sowa-Dingemann von der Bezirksregierung und Schulamtsleiter Klaus Ehling, wohnten der Feierstunde bei, in der auch zwei weitere Pädagogen ihren Abschied vom Scholl nahmen: Uli Saager (Sport und Erdkunde) und Ralf Pohlmann (Mathe und Erdkunde). Pohlmann startete 1980 mit dem Einzug der Schule ins neue Gebäude an der Kristiansandstraße, Saager ein Jahr später. Uli Saager war am Gymnasium die Anlaufstelle für den Schulsport, kümmerte sich auch um alles darüber hinaus wie etwa Fahrten oder Stadtmeisterschaften. „Was mich jung gehalten hat, sind die Schüler und Schülerinnen. Sie sind jeden Tag anders, ich auch.“ Sport wurde in seiner Zeit erst Leistungskurs, dann Abifach. Er hat sich vorgenommen, mit seiner Frau viel zu reisen: Südamerika wird wieder ganz vorn stehen.

Ralf Pohlmann geht eigentlich „innerlich zufrieden“, obgleich die letzten Tage schon schwer geworden seien: Einige Schüler hätten sich sehr persönlich und herzlich verabschiedet. Das wird er nicht vergessen. Das Kollegium hat ihm als Abschiedsgeschenk einen Gutschein für einen Tag in einem Auto seiner Wahl spendiert: Das könnte vom Ferrari bis zur Ente alles sein. Aber wahrscheinlich wird es ein Tag im Jaguar F-Type.

Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink dankte Schulleiter Wilhelm Breitenbach als „Vater einer G8-Turbo-Abiturientin“ für seinen großen Einsatz für G 9. Es sei sehr wichtig, Zeit zu haben, um Angebote wahrnehmen zu können, die zur Persönlichkeitsentwicklung beitrügen. Mit Blick auf das Schulzentrum fuhr er fort: „Die Anforderungen werden immer mehr, die Räumlichkeiten hinken hinterher.“

Ganz anders schilderte der Bezirksbürgermeister die Perspektiven für Breitenbach: Alles stehe dem Schulleiter noch offen, sagte Manfred Igelbrink und erzählte von einem Neurologen, der kürzlich berichtet habe, auch mit 85 Jahren könne ein Mann noch Chinesisch lernen, wenn die Liebe, Äquivalent für tiefe Begeisterung, hinzukomme.

Schülersprecher Piet Hüsing dankte Wilhelm Breitenbach für die gute Atmosphäre des Miteinanders an der Schule, und Steffie Pieper sang für ihren Schulleiter und erhielt viel Applaus – nicht zuletzt für „Happy“.

Die Anforderungen werden immer mehr, die Räumlichkeiten hinken hinterher.

Manfred Igelbrink
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