Kulturprojekt wird eingenordet
„Kunst am Rand“

Münster-Kinderhaus -

Neues Konzept vereint zwei Kinderhauser Kunstprojekte mit Kultcharakter

Donnerstag, 08.10.2015, 23:10 Uhr

Kunst trifft Kohl “, das Kunstprojekt aus Kinderhaus , das zuletzt weit in die Region – sogar bis in die Niederlande – rankte, wird wieder eingenordet. „Kunst am Rand“ heißt es künftig – gemeint ist die geografische Heimat von Kinderhaus am Stadtrand von Münster.

„Kinderhaus mon amour“ und „Kunst trifft Kohl“ – zwei Projekte mit Kultcharakter aus dem Norden – sollen in dieser Neuauflage verschmelzen, erläutert Organisatorin Ute Behrens-Porzky .

Mit dem Künstler Jochen Koeniger ist ein Kurator gefunden, der in persona beide Projekte sehr gut zusammenbringen kann: Er kennt beide, hat bei beiden mitgewirkt. „Er ist die ideale Person, um die Fusion zu betreuen“, unterstreicht die Bürgerhaus-Leiterin.

Es gibt zwei Outdoor-Standorte: die großzügigen Gartenanlagen von Haus Wilkinghege und die Kleingartenanlage „Münsterblick“ an der Wienburgstraße. Für Kunst, die nicht dem Wetter trotzen kann, hoffen die Organisatoren auch auf die Gärtnerei Moldrickx als Ausstellungsort.

Im grünen „Münsterblick“ entstand das Kunstprojekt 2005: Bodo Treichler, Günter Witte und Sabire Göck­sögür waren die ersten Künstler, die sich beteiligten. Günter Schmidtfrerick habe damals die Wege in die Beete geebnet, erinnert sich Behrens-Porzky. Es stellte sich schnell heraus: Es funktioniert, Kunst an unkonventionellen Orten zu zeigen.

Nachdem „Kunst trifft Kohl“ dieses Jahr ausfiel, da die Bürgerhausleitung wegen des Hochwassers Mammutaufgaben zu bewältigen hatte, geht es nun 2016 mit dem neuen Projekt an den Start. Im biennalen Rhythmus: „Kunst am Rand“ alle zwei Jahre im Wechsel mit einer Sommerakademie. Die erste Auflage der Sommerakademie wäre 2017. „Es geht um ein qualitativ hochwertiges Angebot unter Anleitung von professionellen Dozenten“, erläutert Behrens-Porzky, die die Organisation zusammen mit Candia Neumann vom Bürgerhaus-Team wuppt.

„Kunst und Alter“ ist 2016 das Thema. „Auf der Suche nach einer möglichen Kofinanzierung sind wir auf das Landes-Förderprogramm ,Kultur und Alter‘ gestoßen“, berichtet die Bürgerhausleiterin. „Kunst trifft Kohl“ und „Kinderhaus mon amour“ waren beide generationsübergreifend angelegt: in puncto Künstler und Besucher. Da habe es nahe gelegen, sich intensiver mit der Thematik und den Förderkriterien auseinanderzusetzen. So seien Konzept und Thema entstanden. Eingeladen würden die Künstler vom Kuratorium.

Vorgesehen ist, jugendliche Schüler, die sich zuvor angeleitet mit den Exponaten auseinandergesetzt haben, „am liebsten von den Kinderhauser Schulen“, so Behrens-Porzky, als Führer durch die Ausstellung zu gewinnen. Zugleich sollen ältere Semester ebenfalls für diese Aufgabe begeistert werden. Idealerweise sollen beide Gruppen zusammengebracht werden.

Ende Mai, Anfang Juni 2016 könnte „Kunst am Rand“ starten und dann wie üblich den Sommer über laufen bis Ende September.

Wichtig sei, die Exponate an den Ausstellungsorten zu konzentrieren. In den vergangenen Jahren mussten Besucher viel Zeit mitbringen, wenn sie alles sehen wollten. Das soll sich ändern.

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