Schulzentrum Kinderhaus
Schulzentrum im Fokus der Politik

Münster-Kinderhaus -

Die SPD-Ratsfraktion hat die Erweiterung der Mensa im Blick, die CDU-Ratsfraktion hat im Kontext ihrer Kritik an den Kosten für die neue Gesamtschule darauf hingewiesen, dass auch Geld für die Erweiterung des Kinderhauser Schulzentrums benötigt wird.

Freitag, 30.10.2015, 07:10 Uhr

Drei eigenständige Schulen  unter einem Dach, die an einem Strang ziehen und eng kooperieren: Das ist auch eine Besonderheit des Kinderhauser Schulzentrums. Die Politik hat nun Unterstützung in puncto Raumsituation angekündigt.
Drei eigenständige Schulen  unter einem Dach, die an einem Strang ziehen und eng kooperieren: Das ist auch eine Besonderheit des Kinderhauser Schulzentrums. Die Politik hat nun Unterstützung in puncto Raumsituation angekündigt. Foto: kaj

Ein Lichtstrahl am Horizont: Für die drei Schulen im Kinderhauser Schulzentrum bahnt sich anscheinend eine erfreuliche Entwicklung an. Die Politik hat die Raumsituation am Geschwister-Scholl-Gymnasium, an der Geschwister-Scholl-Realschule und an der Grundschule am Kinderbach im Fokus.

Die SPD-Ratsfraktion hat bereits in ihrer Haushaltsklausur beschlossen, sich für das Schulzentrum stark zu machen und den übrigen Fraktionen im Rat vorzuschlagen, Planungsmittel für die Entwicklung des Schulzentrums Kinderhaus in den Haushalt einzustellen. Die SPD legt dabei den Schwerpunkt auf eine Lösung für die „Mensa-Problematik“.

Die CDU-Ratsfraktion hat im Kontext ihrer Kritik an Kosten von 50 Millionen Euro für die geplante Gesamtschule bereits klargestellt, dass sie das nicht mittragen will, damit andere Schulen nicht leer ausgehen. Sie nennt dabei ausdrücklich die Erweiterung des Kinderhauser Schulzentrums.

Im Namen der Bezirksvertretung Nord hat sich mit Schreiben vom 28. Oktober Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink an Schuldezernent Thomas Paal gewandt und auf den „dringend notwendigen Handlungsbedarf“ hingewiesen: „Es fehlen Räume für Klassen, Differenzierungen, Beratungen, zum Austoben“, ebenso barrierefreie Zugänge und eine bedarfsgerechte Mensa. Auch der Zustand der sanitären Anlagen sei unbefriedigend.

Seit Gründung des Schulzentrums sind die Toilettenanlagen für Schüler und Lehrer nicht auf moderne Standards gebracht worden, heißt es.

Die Schulen stehen vor veränderten, zusätzlichen Aufgaben: etwa Ganztag, Inklusion, Übermittagbetreuung und G 9. Eine bauliche Erweiterung, eine Aufstockung ist die Option.

Die Bezirksvertretung Nord hatte bereits mit zwei Anträgen auf die Situation hingewiesen. Die Verwaltung hatte daraufhin, wie berichtet, auf den Schulentwicklungsplan für Grundschulen – für Nord ab 2016 – hingewiesen.

Das ist zu wenig, findet die Politik in Münsters Norden: Vielmehr müsse „noch in diesem Jahr zu einem alle Schulformen des Nordens umfassenden Workshop eingeladen werden, um zukunftsorientierte Lösungsansätze für die Schullandschaft des Nordens zu entwickeln“, betont Igelbrink in dem Schreiben an Paal.

„Ich bin zuversichtlich, dass ein guter Weg gefunden wird“, sagt Harald Holtwick, Leiter der Grundschule am Kinderbach. Auch Clemens Krause, Leiter der Geschwister-Scholl-Realschule, begrüßt die dezidierte Unterstützung durch die Politik sehr. Genau das hatten die Schulen und Elternvertreter im Schulzen­trum erhofft.

Ich bin zuversichtlich, dass ein guter Weg gefunden wird.

Schulleiter Harald Holtwick
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