Wieder Maifest nach fünf Jahren Pause
Maifest in Kinderhaus

Münster-Kinderhaus -

In Kinderhaus wird am 30. April wieder ein Maifest gefeiert. Die Kinderhauser Schützen machen es möglich: Sie übernehmen gemeinsam die Verpflegung dr Besucher.

Mittwoch, 17.02.2016, 23:02 Uhr

Den alten Maibaum wird es nicht mehr geben. Dieses 17 Meter hohe Exemplar geriet bei einem Sturm in Schieflage und musste von der Feuerwehr abgebaut werden.
Den alten Maibaum wird es nicht mehr geben. Dieses 17 Meter hohe Exemplar geriet bei einem Sturm in Schieflage und musste von der Feuerwehr abgebaut werden. Foto: kaj

In Kinderhaus soll es am 30. April wieder ein Maifest geben. Das letzte liegt schon fünf Jahre zurück. Das Wetter passte, es war eine bunte Veranstaltung auf dem Marktplatz zwischen Bürgerhaus und Markus-Kirche. „Das Bürgerhaus hatte mit Unterstützung von Kinderhauser Vereinen (2011 war dies die Schützenbruderschaft St. Wilhelmi Kinderhaus) zum Fest auf den Idenbrockplatz und abends zum Tanz in die Agora eingeladen“, erinnert sich Ute Behrens-Porzky, Leiterin des „Kap.8“ (Kultur und Kontakt am Idenbrockplatz 8).

2012 habe sich im Arbeitskreis Maibaum unter Leitung des früheren Bürgerhaus-Leiters Werner Rave kein Verein mehr gefunden, der sich in der Lage gesehen habe, die Herkulesaufgabe des Maifestes zu stemmen, so Ute Behrens-Porzky. Ohne die Vereine gehe es nicht, sie übernähmen einen Großteil der Mammutaufgabe, die Gäste zu bewirten und den Festplatz sowie die Agora zu schmücken und zu möblieren, so die Leiterin des „Kap.8“. In jedem Jahr sei ein anderer Verein federführend gewesen.

Nun aber soll wieder gefeiert werden. Im Herbst 2015 begann das „Kap.8“ mit den ersten Anfragen im Stadtteil fürs Maifest. „Wir haben mit den Vereinen konferiert, die sich ja immer mit viel Liebe und Engagement eingebracht haben“, sagt Ute Behrens-Porzky.

Jetzt liegt die Genehmigung vor, es kann gefeiert werden. Das Fest auf dem Idenbrockplatz mit überdachter Bühne und kulturellen Beiträgen aus dem Stadtteil soll am 30. April von 14 bis 18 Uhr stattfinden.

Möglich wurde das, weil sich die Kinderhauser Schützenbruderschaften St. Josef und St. Wilhelmi und der Schützenverein Heideclub Brüningheide bereiterklärt hätten, das Maifest gemeinsam mitzugestalten und für die Verpflegung der Besucher und die Einrichtung des Festplatzes zu sorgen, berichtet Behrens-Porzky.

Ein Großteil des Bühnenprogramms steht auch schon fest: Die Blaskapelle „Die Original Kinderbachtaler“, der Chor „Voice’n’Fun“, das „Rockorchester Kinderhaus“, die Band von „Kinderhaus rockt“, das Jazzprojekt Kinderhaus und das Jazz-Duo Pier 23 treten auf.

Parallel zum Maifest auf dem Idenbrockplatz organisieren Heiko Philippski und Marc Weßeling von „Mach mit, Münster“ in der Agora des Bürgerhauses die Messe „Kinderhaus macht´s“. Vereine, Initiativen und Projekte, die in Kinderhaus aktiv sind, seien eingeladen, sich und ihre Arbeit den Kinderhauser Bürgern vorzustellen und den Kontakt unterein­ander zu intensivieren: Anmeldung bis zum 4. April unter „www.mach-mit-muenster.de/anmeldung“.

Freilich, auf ihren alten Maibaum werden die Kinderhauser verzichten müssen. Der alte 17 Meter hohe Maibaum war nach einem Sturm in Schieflage geraten und daraufhin von der Feuerwehr abgebaut worden.

Ob es beim Maifest 2016 dennoch einen Maibaum geben wird, steht noch nicht ganz fest. Eine Idee wäre, statt eines riesigen Maibaums aus Holz einen etwa zehn Meter hohen Laternenmast in der Bodenhülse auf dem Idenbrockplatz zu versenken und als Maibaum zu nutzen. Die Idee stammt von der CDU Kinderhaus, die auch schon mal mit dem Tiefbauamt Kontakt aufgenommen hat, um zu fragen, ob so etwas möglich sein könnte. Es gebe positive Signale, so Walter Sauerwald vom Vorstand der Ortsunion. Gedacht sei an einen blauweiß gestrichenen Laternenmast mit buntem Kranz. Die Kosten würden auf etwa 1500 Euro geschätzt.

Übrigens: Die Schilder der Kinderhauser Vereine, die am alten Maibaum hingen, sind wieder aufgetaucht. Vermutet worden war, sie seien im Bürgerhaus-Keller beim Juli-Unwetter 2014 zerstört worden, so Behrens-Porzky. Doch sie befanden sich in Sicherheit: bei der Freiwilligen Feuerwehr Kinderhaus.

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