Kinderhaus vor städtebaulicher Herausforderung
Moldrickx ist „ein Stück Kinderhauser Identität“

Münster-Kinderhaus -

Der Stadtteil steht durch den Verkauf von zwei Dritteln des Grundstücks von Moldrickx an die Stadt Münster vor einer neuen Herausforderung.

Donnerstag, 17.03.2016, 22:03 Uhr

Mit dem Verkauf eines großen Teil des Moldrickx-Grundstücks an die Stadt Münster wird sich Kinderhaus verändern. Es eröffnen sich neue Perspektiven, aber es gehe auch „ein Stück Stadtteil-Identität verloren“, sind sich die beiden Kinderhauser SPD-Ratsherrn Michael Kleyboldt und Thomas Kollmann einig.

Dass die Gärtnerei Moldrickx zum Jahresende schließe, sei für die Menschen im Stadtteil und damit für Kinderhaus insgesamt ausgesprochen schade. „Die Gärtnerei im Herzen unseres Stadtteils ist ein sehr beliebter Qualitätsbetrieb mit einem tollem Angebot.“ Die Kunden schätzten die entspannte Atmosphäre der liebevoll gestalteten Gärtnerei, so Michael Kleyboldt. Zumal gelegentliche Musikveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Kunst und Kultur ebenfalls dazu gehören. „Es wäre schön, könnte man einen Teil der Treibhausanlage symbolhaft erhalten, um ein Stück Kinderhauser Identität mit in die Zukunft zu nehmen“, so Kleyboldt in einer Pressemitteilung

Bebaut werden soll das Grundstück nach Angaben der SPD nach den Kriterien der sozial gerechten Bodennutzung mit frei finanzierten und geförderten Wohnungen.

Ratsherr Thomas Kollmann betont in der Pressemitteilung: „Wir haben Verständnis für die Entscheidung der Betreiberfamilie, den Betrieb zu schließen, wir zollen der Familie Moldrickx und ihrem Team hohen Respekt vor ihrer Arbeit und ihrem Lebenswerk.“ Die Entwicklung des neuen Wohngebietes einschließlich der verkehrlichen Anbindung im Herzen von Kinderhaus werde die SPD konstruktiv und positiv-kritisch begleiten. Wichtig sei es, bei der Entwicklung die Bewohnerschaft im Umfeld frühzeitig einzubinden und auf dem Weg bis zur Umsetzung ‚mitzunehmen‘.

Der Kinderhauser CDU-Ratsherr Olaf Bloch bedauert, dass die Gärtnerei Moldrickx zum Jahresende schließt: „Das ist ein Verlust für Kinderhaus.“ Er schätzt die liebenswürdige und individuelle Beratung. Für Kinderhaus bedeute die Entwicklung „eine städtebauliche Herausforderung“ und sei eine fantastische Gelegenheit: „Das ist ein Filetstück. Ich hoffe, das wir einen gelungenen Entwurf hinkriegen“, betonte er.

Klaus Rosenau, Fraktionschef der Grünen in der Bezirksvertretung Nord, ist dankbar für alles, was Familie Moldrickx auch kulturell für den Stadtteil geleistet hat. „Wir freuen uns, dass sie an die Stadt Münster verkauft haben.“ Das eröffne in städtebaulicher Hinsicht mehr Möglichkeiten. Wunsch der Grünen sei, dass das Waldstück am Ende des Grundstücks erhalten bleibe.

Marc Weßeling (FDP) würde einen Architekten-Wettbewerb begrüßen.

„Moldrickx ist ewig in Kinderhaus“, sagt Philipp Bell, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Kinderhaus. Er hoffe, dass das Grundstück nicht hoch bebaut und Wohnraum für junge Familien geschaffen werde.

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