Ehemaliges Vereinsheim wird Flüchtlingsunterkunft
Deutliches Ja zur Ausstattung

Münster-Kinderhaus -

Das frühere Haus des SC Westfalia wird bald zur einer Unterkunft für bis zu 36 geflüchtete Menschen umgebaut. Die Bezirksvertretung, Ausschüsse und der Rat beschlossen jetzt, dass das Haus auch mit Wohneinrichtungen für Schlafräume, Badezimmer und Gemeinschaftsräume ausgestattet wird. Bezug könnte schon im Juli sein.

Mittwoch, 18.05.2016, 00:05 Uhr

Freizeitpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche sollen auch am Standort Wangeroogeweg etabliert werden, heißt es in dem nun gefassten Beschluss. Infrastruktur dafür ist direkt am Sportgelände schon vorhanden.
Freizeitpädagogische Angebote für Kinder und Jugendliche sollen auch am Standort Wangeroogeweg etabliert werden, heißt es in dem nun gefassten Beschluss. Infrastruktur dafür ist direkt am Sportgelände schon vorhanden. Foto: kaj

Als das Vereinsheim noch von Westfalia Kinderhaus genutzt wurde, war es für sportliche Zwecke gut geeignet. Bald sollen bis zu 36 nach Deutschland geflüchtete und Münster zugewiesene Menschen in das Gebäude am Wangeroogeweg 18 einziehen (wir berichteten). Es wird von einem Sport- zu einem Wohnhaus.

Dass es als Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung gestellt wird, ist von den städtischen Gremien einschließlich des Rates Mitte März beschlossen worden. Nun haben sich nacheinander die Bezirksvertretung Nord, diverse Ausschüsse und ebenfalls der Rat auch auf eine neue Ausstattung verständigt.

Zum Sportheim gehören zum Beispiel Umkleideräumen, Gemeinschaftsduschen sowie weitere auf den Sport ausgerichtete Ausstattung. Im Obergeschoss gibt es allerdings auch eine Hausmeisterwohnung. Nach dem Auszug des SC Westfalia stand der untere Teil noch Betriebssport-Teams zur Verfügung. „Ende April wurde die Baugenehmigung für die Umgestaltung erteilt“, erklärt Heinz Lembeck , zuständiger Abteilungsleiter des Sozialamtes. Das Erdgeschoss steht leer. In der Wohnung lebt seit August 2015 bereits eine Flüchtlingsfamilie. Um das Haus als Ganzes bewohnbar zu machen, sind neue Aufteilungen und Zuschnitte nötig. „Es ist ein ziemlich kompliziertes Gebäude für diesen Zweck“, sagt Lembeck . Mit ihrer März-Entscheidung hatten die Kommunalpolitiker schon die Umbaukosten in Höhe von 238 800 Euro bewilligt. Für das Wohnen bedarf es überdies an Betten, Küchenmöbeln, Sitzgelegenheiten, Badezimmerausstattungen und weiterem. Die Beträge werden separat veranschlagt.

„Es ist schön, dass man solche Räume noch temporär nutzen kann“, meint Olaf Bloch, CDU-Ratsherr und Mitglied der BV Nord. In dem Sinne hätten sich schon beim ersten Beschluss alle Parteien in der BV geäußert. Bei der Abstimmung zur Ausstattung sei der Beschluss im Rat mehrheitlich gefallen. „Temporär“ bedeutet, dass das Haus erst einmal für drei Jahre für die Flüchtlingsunterbringung genutzt werden soll. „Im Sommer“, sagt Lembeck, könne der Einzug beginnen, sofern der Umbau reibungslos läuft.

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