Kunst am Rand
Rand-Notizen für Entdecker

Münster-Kinderhaus -

E gibt einige Performances mitten im Ausstellungszeitraum des Kinderhauser Projekts „Kunst am Rand“.

Donnerstag, 04.08.2016, 07:08 Uhr

„Das Dasein“ entwickelt sich: Volker Wessendorf arbeitet am 14. August weiter an seinem Projekt und komplettiert die großdimesionierte Figur. Der Künstler ist
„Das Dasein“ entwickelt sich: Volker Wessendorf arbeitet am 14. August weiter an seinem Projekt und komplettiert die großdimesionierte Figur. Der Künstler ist Foto: kaj

Gut, dass das neue Kinderhauser Ausstellungsformat „Kunst am Rand“ so umfangreich ist. So gibt es in diesem Sommer bis zum 1. Oktober immer wieder etwas zu entdecken.

45 Künstler beteiligen sich mit rund 60 Exponaten, die an drei Spielorten gezeigt werden. Wer sich Zeit nimmt, findet dort viele Anregungen: Es gibt interessante, manchmal nachdenklich stimmende, aber auch viele heitere Denkanstöße zum Ausstellungsthema Kunst und Alter in Haus und Gartenanlagen von Haus Wilkinghege, in der Gärtnerei Moldrickx oder in der Kleingartenanlage „Münsterblick“ an der Wienburgstraße.

Zudem gibt es einige Performances mitten im Ausstellungszeitraum . Constanze Unger beispielsweise bietet wieder Fußbäder in Nordischem Gold, bestehend aus 10, 20 und 50 Cent-Münzen, im Rahmen ihrer Installation „goldwert“ an.

Damit spielt sie auf die Generation der „ Golden Ager , Generation Gold oder auch Best Ager“ der über 60-Jährigen an. Als kaufkräftig definiert, sei diese Generation „goldwert“ und gehöre zu einer immer bedeutender werdenden Zielgruppe für die Unternehmen, so die Künstlerin. Alt werden, aber nicht alt sein sei aus ihrer Sicht eine zynische Forderung des Marktes.

Die nächsten Fußbäder gibt es am Freitag (10. August) um 16 Uhr, am 20. August um 11 Uhr, am 26. August um 16 Uhr sowie am 27. August um 11 Uhr – jeweils in der Gärtnerei Moldrickx.

Wer den Künstler Volker Wessendorf treffen möchte, ist am Sonntag (14. August) in der Kleingartenanlage Münsterblick, Wienburgstraße 260, richtig. Wessendorf nutzt die ruhigen Sonntagvormittage ab 11 Uhr, um an seiner Skulptur „Das Dasein“ zu arbeiten, die sich im Ausstellungszeitraum verändert. Bei Regen verschiebt er diese Arbeiten allerdings.

Die Künstlerin Anke Gollub lädt ein, ihre Arbeit „Aussicht“ in den weitläufigen Gartenanlagen von Haus Wilkinghege, Wilkinghege 55, zur Bühne für ein Familienfoto zu machen. Ob solo oder mit Familie, Freunden und Arbeitsfreunden, mit und ohne Haustier. Es gibt zwei Samstags-Termine jeweils von 16 bis 17 Uhr: am 20. August und am 17. September.

Im Kontext von „Kunst am Rand“ ist Dr. Bernd Apke vom „Kap.8“ (Kultur und Kontakt am Idenbrockplatz 8) im Bürgerhaus Kinderhaus mit dem Projekt „Kunsterklärer“ betraut worden. Senioren aus Kinderhaus und Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule wurden geschult, einen individuellen Zugang zu Kunst zu entwickeln. Sie werden nun Besucher durch die Ausstellung „Kunst am Rand“ führen, berichtet das „Kap.8“.

Eine Gelegenheit bietet sich zum Beispiel am 28. August. An jenem Tag wird um 16 Uhr der „Kunstpreis Kinderhaus“ in Haus Wilkinghege verliehen. Weitere Führungen der Kunsterklärer gibt es am 4. September. An beiden Tagen gibt es jeweils drei Führungen an den drei Standorten. „Besucher können sich, je nach Zeit und Interesse für den jeweiligen Ort, ein- und wieder ausklinken. Dr. Bernd Apke und die motivierten Kunsterklärer an seiner Seite werden mit Freude und Esprit durch die Ausstellung führen“, so das „Kap.8“. Die Realschüler wollten nach den Sommerferien aktiv werden.

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Bernd Apke und die Kunsterklärer bieten am 28. August drei kostenfreie Führungen an: um 13 Uhr in der Kleingartenanlage Münsterblick (Haupteingang), um 14 Uhr in der Gärtnerei Moldrickx und um 15 Uhr in Haus Wilkinghege. Am 4. September geht es um 14 Uhr in der Kleingartenanlage Münsterblick los, um 15 Uhr in der Gärtnerei Moldrickx sowie um 16 Uhr in Haus Wilkinghege.

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