Land unterstützt Sanierung des Bürgerhauses
1,7 Millionen für die Sanierung

Münster-Kinderhaus -

Durch die Überschwemmungen in Münster 2014 ist auch das Stadtteilzentrum in Kinderhaus schwer beschädigt worden. Ein Teil des Hauses wurde wieder hergestellt. Nun hat das Land auch für den zweiten Teil der Sanierung Geld bereitgestellt: über 1,7 Millionen Euro. Das sind 70 Prozent der Kosten.

Montag, 22.08.2016, 00:08 Uhr

Die Baustellen schauten sich die Offiziellen zuerst an. Prof. Dr. Reinhard Klenke (2.v.l.) übergab den Bescheid an OB Markus Lewe (3.v.l.) Mit im Bild sind (v.l.) Cornelia Wilkens, der Landtagsabgeornete Thomas Marquardt und Manfred Igelbrink.
Die Baustellen schauten sich die Offiziellen zuerst an. Prof. Dr. Reinhard Klenke (2.v.l.) übergab den Bescheid an OB Markus Lewe (3.v.l.) Mit im Bild sind (v.l.) Cornelia Wilkens, der Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt und Manfred Igelbrink. Foto: klm

Millionen-Schäden hat das schwere Unwetter im Juli 2014 im Bürgerhaus Kinderhaus verursacht. Am Montag überreichte Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke einen weiteren Zuwendungsbescheid der Landesregierung für die Sanierung des Stadtteilzentrums an Oberbürgermeister Markus Lewe : Mit 1 737 000 Euro fördert die Landesregierung die Instandsetzung im dritten und vierten Bauabschnitt, die zusammen die zweite Hälfte der Gesamtbaustelle bilden.

„Das war ein Jahrtausend-Regen, der viele Schäden hinterlassen hat“, sagte Klenke für die Bezirksregierung während der Übergabe an der Baustelle. „Jetzt beginnt der zweite Teil der Maßnahme und das Land fördert ihn.“ OB Lewe bedankte sich für den hohen Betrag und „dafür, dass das Land uns unterstützt“. Auch der Bezirksregierung gelte Dank, die den vermittelnden Teil übernommen habe.

Die rund 1,7 Millionen Euro machen 70 Prozent der veranschlagten Summe für die Instandsetzung im zweiten Teil aus. Sie stammen aus dem Landesprogramm „Soziale Stadt“. Die weiteren 30 Prozent trägt die Stadt Münster .

In dem dritten und vierten Bauabschnitt sind die Wiederherstellung des Kinder- und Jugendzentrums „Wuddi“, der Atelierräume für Kreative und Kurse, einer Kegelbahn und von Lagerräumen vorgesehen. Insgesamt gewinnt das Stadtteilzentrum durch eine etwas andere Aufteilung nutzbaren Raum hinzu (wie berichtet).

„Die Bücherei ist im Herbst vergangenen Jahres fertig geworden“, blickte die Sozialdezernentin der Stadt, Cornelia Wilkens, zurück. Das Schwimmbad solle nach Möglichkeit „zur Jahreswende“, sagte sie, wieder geöffnet werden.

Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink bedankte sich im Namen des Stadtteils. Die Bevölkerung in Kinderhaus warte regelrecht darauf, dass das Haus wieder ganz genutzt werden könne.

Der erste Sanierungsabschnitt betraf die Bücherei, das Schwimmbad und Toilettenanlagen. Hier beteiligte sich das Land ebenfalls mit rund 70 Prozent der Kosten in Höhe von 3 710 000 Euro.

Markus Lewe hatte sich nach dem immensen Wasserschaden vor Ort einen Eindruck verschafft. „Das traurigste Bild war für mich, dass die Kinderbücher im Wasser schwammen.“ Igelbrink erinnerte daran, dass durch die schweren Gewitter auch in Kinderhaus ein Mensch zu Tode gekommen sei.

Regierungspräsident Klenke: „Ich freue mich, dass wir mit vereinten Kräften etwas erreicht haben. Ich hoffe, dass das Zentrum wieder so leistungsstark wird, wie es vorher war.“

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