Gronewegskamp feiert auch seine Geschichte
Anstoßen auf gute Nachbarn und 80 Jahre Gronewegskamp

Münster-Kinderhaus -

Feierlaune auf einer der ältesten Wohnstraßen in Kinderhaus: Die Anwohner vom Gronewegskamp trotzten am Sonntag Wind und Regen. Schließlich gab es einen guten Grund wieder einmal gemeinsam zu feiern: Vor 80 Jahren fand nämlich der Gronewegskamp seinen Weg auf den Stadtplan von Kinderhaus.

Montag, 22.08.2016, 00:08 Uhr

Straßenfest am Gronewegskamp: Wenn der Regen eine Pause einlegte, tauschten sich die Kinderhauser Nachbarn auch am Stehtisch mitten auf der Sackgasse aus.
Straßenfest am Gronewegskamp: Wenn der Regen eine Pause einlegte, tauschten sich die Kinderhauser Nachbarn auch am Stehtisch mitten auf der Sackgasse aus. Foto: privat

1936 wurde mit dem Bau im Siedlungsgebiet Janningsweg begonnen – die Doppelhäuser wurden durch den Bauverein der Stadt Münster errichtet und später verkauft. Damals trug der jetzige Gronewegskamp schlicht die Straßenbezeichnung Janningsweg C. Ursprünglich sollte die heutige Sackgasse an ihrem Ende einen Schwenk Richtung Grevener Straße machen. Aber das ist Geschichte.

Doch die ließ die lebendige Nachbarschaft an diesem besonderen Tag gerne Revue passieren. Anwohnerin Margret Bigerl brachte die Chronik samt Straßenhistorie und Bildern vergangener Feste mit. Darin wurde eifrig und interessiert geblättert.

Laut städtischem Katasteramt handelt es sich bei der Bezeichnung Gronewegskamp um einen in dieser Gegend überlieferten Flurnamen. „ Grone “ sei das mundartliche Wort für Grün. Gronewegskamp bedeutet also Feld am grünen Weg, heißt es. Und hier ist bis heute der Zusammenhalt unter den Nachbarn groß. Man kennt, grüßt und hilft sich auf der kleinen Stichstraße.

So trugen die Anwohner gemeinsam zur nachmittäglichen Kuchenparade und dem abendlichen Salatbuffet zum Grillen bei. Schon am Morgen hatten alle einen Gruß der Familie Bolg vor ihrer Haustür finden können – samt Glückscent und einem Loblied auf die „außergewöhnlichen“ Nachbarn, die es verstünden, „gemeinsam Feste zu feiern, aber auch bei Trauer und Todesfällen Anteil zu nehmen“.

Als am Nachmittag zwischenzeitlich der Regen auf die über der Straße flatternden Ballons prasselte, tat das der Stimmung keinen Abbruch: Im Carport der Familie Stegemann-Fedtke und in der gegenüberliegenden Garage der Eheleute Hebben rückten die rund 50 Nachbarn zusammen. Zu erzählen gab es ohnehin genug. Dabei richtete sich der Blick bereits auf das Glühwein-Trinken im Dezember – inzwischen Straßen-Tradition.

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