Schulzentrum Kinderhaus
Denkmalwertes Schulzentrum

Münster-Kinderhaus -

Wird das Kinderhauser Schulzen­trum ein Denkmal? Das ist anscheinend nicht unmöglich. Es gibt Übereinstimmung zwischen der Denkmalbehörde der Stadt Münster und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dass dem Schulzen­trum Denkmalwert zukommt. Ein Gutachten liege aber noch nicht vor.

Dienstag, 23.05.2017, 22:05 Uhr

Nach einem Entwurf von Architekt Prof. Harald Deilmann wurde das Kinderhauser Schulzentrum erbaut. Ob es künftig unter Denkmalschutz stehen wird, ist noch nicht entschieden.
Nach einem Entwurf von Architekt Prof. Harald Deilmann wurde das Kinderhauser Schulzentrum erbaut. Ob es künftig unter Denkmalschutz stehen wird, ist noch nicht entschieden. Foto: kaj

Wird das Kinderhauser Schulzen­trum ein Denkmal? Das ist anscheinend nicht unmöglich. Es gebe Übereinstimmung zwischen der Denkmalbehörde der Stadt Münster und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dass dem Schulzen­trum „Denkmalwert zukommt“, erläutert Mechthild Mennebröcker . Ein Gutachten liege aber noch nicht vor, doch die Schulen seien über die Untersuchung informiert, berichtet die städtische Denkmalpflegerin.

Die Behörden stecken noch mittendrin in der Detailprüfung. „Der Denkmalumfang ist noch nicht festgelegt“, sagt Mennebröcker. „Wir mussten es machen wegen der baulichen Erweiterung.“ Probleme werde es deswegen nicht geben.

Bekanntlich hoffen Geschwister-Scholl-Gymnasium, Geschwister-Scholl-Realschule und Grundschule am Kinderbach dringend auf eine zügige Erweiterung und den Neubau einer Mensa für die rund 1300 Schüler des Kinderhauser Schulzen­trums.

Die Überlegungen zum Denkmalschutz beträfen das gesamte Schulzentrum. Das heiße prinzipiell aber nicht, dass letztlich immer auch ein komplettes Gebäude Denkmal sein müsse. „In der ersten Stufe wird der Denkmalwert festgestellt“, so Mennebröcker. In der zweiten Stufe gehe es darum, wie mit dieser Einordnung umzugehen sei. Und genau in dieser Phase befinden sich Stadt und LWL. „Wir sind noch mitten im Prozess“, bestätigt Markus Fischer, Pressesprecher des LWL.

Bereits bei bisherigen Renovierungen und Baumaßnahmen wurde stets darauf geachtet, die architektonische Farben- und Formensprache, die Architekt Prof. Harald Deilmann in den 70er-Jahren geplant hat, zu erhalten.

Zum Schulzentrum gehören von Anfang an auch die Spiegelobjekte (Glaslinsen) von Adolf Luther, die sich im Pädagogischen Zentrum befinden. Sie fristen seit Längerem ein desolates Dasein hinter Gittern, weil sie nicht intakt sind. Ein Reparatur sei teuer, heißt es.

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