6000 Besucher beim Erntedankfest auf Gut Kinderhaus
Ansturm auf die heimische Ernte

Münster-Kinderhaus -

Es war kein Parkplatz mehr am Max-Klemens-Kanal zu bekommen. Fast bis zum Heimathof säumten die Autos den Straßenrand und so mancher Besucher nutzte den extra eingerichteten „Münsterland Express“ um zum Erntedankfest zu kommen. Denn bei der traditionellen Veranstaltung von Westfalenfleiß auf Gut Kinderhaus wurden rund 6000 Besucher gezählt. „So viele Parkplätze haben wir auf dem Hof nicht”, so der Sprecher der Geschäftsführung, Hubert Puder, lachend.

Montag, 18.09.2017, 20:09 Uhr

Die Äpfel flogen beim Erntedankfest des Gut Kinderhaus auch manchmal so hoch in die Luft, dass der Sprecher der Geschäftsführer, Hubert Puder, nur staunen konnte. Besonders die jüngsten Gäste konnten viel erleben, wie zum Beispiel an der Melkmaschine (kl. Bild).
Die Äpfel flogen beim Erntedankfest des Gut Kinderhaus auch manchmal so hoch in die Luft, dass der Sprecher der Geschäftsführer, Hubert Puder, nur staunen konnte. Foto: Claus Röttig

Dabei hatten sich die Organisatoren gut auf den erwarteten Ansturm vorbereitet. Zu Beginn gab es einen ökumenischen Gottesdienst. Es folgte ein vielfältiges Angebot in Form von Ständen mit Besen binden, Bullenreiten, Rundfahrten mit dem Planwagen, mehreren Konzerten und Ponyreiten. Auch ein Zauberer, der durch das Publikum ging, und ein Informationsstand zum Thema Bienen auf Gut Kinderhaus durften nicht fehlen. „Ich habe mir gestern die Winterjacke eingepackt, denn der Blick zum Himmel verhieß nichts Gutes”, so Puder . Doch am Festtag sei er eines Besseren belehrt worden. „Da sind wir natürlich sehr dankbar.”

Den Besuchern gefiel das bunte Treiben: Lukas Klein-Reinhold war mit seinen Eltern und Großeltern unterwegs. Während sich die Erwachsenen bei Kaffee und Kuchen stärkten, beteiligte sich der Junior an der angebotenen Hofrallye. Hier ging es nicht nur um das Gelände des Gutshofes, sondern vor allem um den Kontakt zu den Menschen mit Behinderung, die dort leben. Der Neunjährige war begeistert: „Mit denen kann man wunderbar spielen.“

Puder sieht das ähnlich: „Es gibt kaum eine Arbeit, die so ehrlich ist wie die auf Gut Kinderhaus.” Denn die rund 35 Menschen mit Behinderung zeigten mehr als deutlich, ob man beliebt sei – oder eben auch nicht. „Zudem entschleunigt die Arbeit sehr, denn man kann nicht erwarten, das alles immer sofort geschieht.”

Gut Kinderhaus: Erntedankfest

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  • 6000 Besucher jeden Alters feierten die heimische Ernte Foto: cro
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  • Foto: Claus Röttig
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In der Zwischenzeit machte sich der Münsterland Express, ein Planwagen mit Traktor, wieder auf die Rundfahrt über die Wege rund um das Gut Kinderhaus. Mechthild Schweinert wollte auch einsteigen, aber die Schlange an dem Apfelstand, bei dem Erzeugnisse aus den eigenen Plantagen des Gutes mit rund 7500 Apfelbäumen angeboten wurde, war einfach zu lang. „Dann nehme ich eben den nächsten Planwagen”, gab sich die Seniorin gelassen. Sie sei immerhin zum Vergnügen gekommen. „Die Produkte sind einfach unglaublich. So frisch kann man Äpfel sonst nur im eigenen Garten bekommen.”

Puder betonte die Bedeutung des Erntedankfestes für die Angestellten. „Es ist eine Auszeichnung für das, was man das Jahr über geschaffen hat.” Ein Baum wolle beschnitten und gepflegt, gewässert und beerntet werden. „Das ist für die Menschen mit Handicap wichtig und bedeutet ein sehr erfülltes und somit glückliches Leben.”

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