Golfclub Wilkinghege
Getrennte Kassen

Münster-Kinderhaus -

Jeder zahlt selbst: Die Stadt Münster ihre Hochwasserschutzmaßnahmen durch die Verlegung des Igelbachs und der Golfclub Wilkinghege seine Umgestaltungen auf seinem Gelände. „Der Golfclub erhält keinerlei Fördermittel aus Steuergeldern, um den Umbau seines Golfplatzes zu finanzieren“, unterstreicht Dr. Hans Martin Bredeck, Präsident des Golfclubs. Es handele sich um zwei Maßnahmen auf einem privaten Gelände.

Mittwoch, 21.02.2018, 17:02 Uhr

Auf dem Gelände des Golfclubs Wilkinghege soll die Trasse des Igelbachs zum Hochwasserschutz für Kinderhaus verlegt werden – eine städtische Maßnahme. Zugleich baut der Golfclub Teile des Platzes aus eigenen Mitteln um, so Golfclub-Präsident Hans Martin Bredeck.
Auf dem Gelände des Golfclubs Wilkinghege soll die Trasse des Igelbachs zum Hochwasserschutz für Kinderhaus verlegt werden – eine städtische Maßnahme. Zugleich baut der Golfclub Teile des Platzes aus eigenen Mitteln um, so Golfclub-Präsident Hans Martin Bredeck. Foto: golfclub

Die Kritik der Grünen im Kontext der Neugestaltung des Igelbachverlaufs am Golfclub Wilkinghege hat zu „Irritationen“ geführt, so Bredeck . Insbesondere die Äußerung, der Golfclub nehme öffentliche Mittel für seine Zwecke in Anspruch, „ist falsch“.

Zum einen geht es um die Verlegung des Igelbachs, die dem Hochwasserschutz für den Stadtteil Kinderhaus dienen soll und auch eine ökologische Aufwertung beinhaltet. „Die Stadt Münster ist an den Golfclub herangetreten und bat darum, diese Maßnahmen auf dem privaten Grundstück durchführen zu dürfen, da dafür keine geeigneten öffentlichen Flächen zur Verfügung stehen“, so Bredeck.

Zum anderen führe der Golfclub „in völliger Eigenregie und auch rein privat finanziert Umbaumaßnahmen am Platz durch“, so Bredeck weiter. Ein Teil der Maßnahmen werde nur wegen der Verlegung des Igelbachs notwendig. Zugleich verhelfe der Club der Stadt zu Einsparungen von circa 250 000 Euro, weil der beim Umbau anfallende Bodenaushub nicht abtransportiert und deponiert werden müsse, sondern vor Ort verbaut werden könne.

Für den Golfclub sind die Baumaßnahmen nach Aussage des Präsidenten mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Während der Bauzeit sei der Platz für die Mitglieder etwa ein Jahr nur zur Hälfte nutzbar, führt Hans Martin Bredeck aus. Mit der Verlegung des Igelbachs dienten Teile des Golfplatzes künftig als Überschwemmungsfläche.

Die neue Trasse des Igelbachs liege mitten auf dem Golfplatz. Schon aus Sicherheitsgründen sei es nicht möglich, diesen Bereich der Öffentlichkeit zugänglich zu machen: „Beim Spiel fliegen die Bälle leider nicht immer genau dahin, wo es der Spieler eigentlich will“, sagt Bredeck. „Die Verletzungsgefahr, wenn jemand von einem Golfball getroffen wird, ist erheblich.“ Ein Golfplatz sei ein Sportplatz. Hans Martin Bredeck: „Es käme sicher auch niemand auf die Idee, einen Fußballplatz zu betreten, während dort gespielt wird.“

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