Kunst am Rand
Kinderhaus wirkt inspirierend

Münster-Kinderhaus -

Kunst am Rand: An vier Spielorten wird in diesem Jahr vom 10. Juni bis zum 30. September Kunst präsentiert: Pastors Garten hinter dem Pfarrhaus, Westfalia Kinderhaus, die Waldschule Kinderhaus und Gut Kinderhaus werden zu Ausstellungsflächen.

Freitag, 23.02.2018, 19:02 Uhr

Kurator Jochen Koeniger (4.v.l.) lud Künstler, die Interesse haben, sich dieses Jahr bei „Kunst am Rand zu beteiligen, zu einer Begehung der Kinderhauser Spielorte ein. Alle liegen im grünen Rand von Kinderhaus.
Kurator Jochen Koeniger (4.v.l.) lud Künstler, die Interesse haben, sich dieses Jahr bei „Kunst am Rand zu beteiligen, zu einer Begehung der Kinderhauser Spielorte ein. Alle liegen im grünen Rand von Kinderhaus. Foto: Claus Röttig

Kinderhaus zeigte sich von seiner besten Seite: sonnig. Das passte gut. Jochen Koeniger, Kurator von „Kunst am Rand“, streifte am Freitagnachmittag mit Künstlern, die sich für eine Beteiligung an diesem Ausstellungsformat interessieren, durchs Grüne. An vier Spielorten wird in diesem Jahr vom 10. Juni bis zum 30. September Kunst präsentiert: Pastors Garten hinter dem Pfarrhaus, Westfalia Kinderhaus, die Waldschule Kinderhaus und Gut Kinderhaus werden zu Ausstellungsflächen.

Neu ist, dass alle Standorte zu Fuß oder mit dem Fahrrad an einem Nachmittag besichtigt werden können. Circa 35 Arbeiten werden auf die Lokalitäten verteilt. Das Ausstellungsformat ist interessant für Kunstschaffende: „Es läuft gut an“, sagt Jochen Koeniger. Täglich kämen Anfragen herein, die Bewerbungsfrist endet erst am 31. März.

Eine thematische Vorgabe gibt es diesmal nicht. „Die Ausstellungsorte sind sehr unterschiedlich“, sagt der Kurator. Es sei schon Her­ausforderung genug, sich darauf einzulassen und Ideen zu entwickeln. Martina Muck, Nicola Hamacher, Constanze Unger, Andreas Laugesen, Ivo Weber (Köln) und Danielle Spoelmann (Enschede) hätten bereits zugesagt, so Koeniger.

Alle sechs seien dabei, Ideen zu entwickeln. Nicole Hamacher etwa plane eine Installation für die Blindfenster der Gebäude an der Hofeinfahrt zu Gut Kinderhaus. Andreas Laugesen zum Beispiel experimentiere mit einem mobilen Gitterkäfig aus Stahl, der im Verlauf der Ausstellung den Standort wechsele.

Waldfegen ist ein Projekt von Ivo Weber (www.ivoweber.de). „Er gewinnt Leute, die kleine Areale im Wald von Laub befreien“, erläutert Königer. Anschließend werden Wald und „Waldfeger“ für ein Foto in Szene gesetzt. Was bleibt, ist das Bild. „Eigentlich ist es absurd – es ist eine simulierte Arbeit in der Natur“, so Jochen Koeniger. Aber es sei „sehr poetisch“. Webers Bilder offenbarten die Liebe zum Wald. Auch Kaspar König, künstlerischer Leiter der „Skulptur-Projekte“ Münster, habe schon für Weber gefegt.

„Kunst am Rand“ bietet Spielraum für Installationen, skulpturale Objekte und auch für Fotos, Zeichnungen und Filme. Allerdings wird die Zahl der Außen-Präsentationen überwiegen: Einzig die Spielorte Westfalia und Waldschule bieten auch in den Gebäuden in begrenztem Umfang Ausstellungsmöglichkeiten.

 

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