Baustelle Kanalstraße
CDU befürchtet Verkehrskollaps

Münster-Nord -

Die Aussicht, dass die Kanalstraße, eine wichtige Straße in Münsters Norden für den Verkehr, ab Herbst ausfällt, lässt bei der CDU alle Alarmglocken läuten: „Wir befürchten einen Verkehrskollaps“, sagt Dr. Hans-Georg Geißdörfer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Kinderhaus.

Freitag, 02.03.2018, 11:06 Uhr

Die CDU Kinderhaus befürchtet ab Herbst chaotische Zustände auf den Ausweichstrecken, die Autofahrer nehmen müssen, wenn die Kanalstraße komplett gesperrt wird. Sie mahnt deshalb schon jetzt regulierende Maßnahmen an.
Die CDU Kinderhaus befürchtet ab Herbst chaotische Zustände auf den Ausweichstrecken, die Autofahrer nehmen müssen, wenn die Kanalstraße komplett gesperrt wird. Sie mahnt deshalb schon jetzt regulierende Maßnahmen an. Foto: kaj

Die Kanalstraße wird, wie berichtet, komplett gesperrt, voraussichtlich ab September für zweieinhalb Jahre. Grund ist der Bau einer Regenwasserpumpstation an der Ecke Kanalstraße / Wibbeltstraße zum Hochwasserschutz für das Wohnquartier Wibbel­straße.

Die Aussicht, dass eine wichtige Straße in Münsters Norden für den Verkehr ab Herbst komplett ausfällt, lässt bei der CDU alle Alarmglocken läuten: „Wir befürchten einen Verkehrskollaps“, sagt Dr. Hans-Georg Geißdörfer, stellvertretender Vorsitzender der CDU Kinderhaus.

Die CDU erwartet einschneidende Mehrbelastungen insbesondere für die Grevener Straße, aber auch für die Kanalstraße (Zen­trum Nord) und für Coerde.

„Die Maßnahme liegt im Bezirk Mitte. Aber die Auswirkungen betreffen Münsters Norden“, betont CDU-Ratsherr Olaf Bloch.

Die CDU möchte deshalb von der Verwaltung Münsters wissen, mit welchen Veränderungen der Verkehrsflüsse sie rechnet und welche Maßnahmen sie vorgesehen hat, um darauf zu reagieren.

In der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Nord am 13. März will sie ihren Antrag zur Verkehrsentwicklung auf den Weg bringen und setzt darauf, dass die Verwaltung in der BV-Sitzung nach Ostern, am 24. April, ihre Einschätzung samt dazugehörigen Maßnahmen vorstellt.

CDU-Ratsherr Olaf Bloch nennt beim Ortstermin an der Kanalstraße am Abzweig Nevinghoff Beispiele. Ist die Kanalstraße in Höhe der Wibbeltstraße dicht, werde sich der Verkehr aus dem Norden (Sprakel und Greven) einen Weg durchs Zen­trum Nord suchen: via Nevinghoff, Albrecht-Thaer-Straße, Gartenstraße und Hoher Heckenweg zum Ring. Das letzte Stück (Gartenstraße/Hoher Heckenweg) sei problematisch: Die Ampelphasen müssten so abgestimmt sein, dass ein Abfluss des Verkehrs auf den Ring ohne Rückstau möglich sei.

Eine Stelle, an der es schon heute erheblich klemmt und die Geduld vom Autofahrer verlangt, ist die Linksabbiegerspur der Grevener Straße auf den Friesenring. Schon jetzt schaffen es, wenn es hochkommt, nur vier bis fünf Fahrzeuge nach links in den Friesenring abzubiegen. Dort müsse sich dringend etwas ändern, unterstreicht Olaf Bloch.

Bereits ab dem 9. April wird auf der Kanalstraße nur noch eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Die Stadtwerke verlegen im Bereich der künftigen Regenwasserpumpstation die Versorgungsleitungen. Es handelt sich nach Angaben von Stadtwerkesprecher Florian Adler um Leitungen für Fernwärme, Strom, Gas, Wasser und für die Straßenbeleuchtung – das komplette Paket. Adler rechnet mit einer Bauzeit bis Herbst. So lange kann die Kanalstraße noch in beide Richtungen befahren werden, eine Ampel soll den Verkehr regeln.

Im Herbst ist die Kanalstraße dann komplett dicht. Bis zur Vollsperrung sollen die Bauarbeiten auf der Grevener Straße abgeschlossen sein, so Ludger Niehoff vom Tiefbauamt.

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