Besichtigung der neuen Flüchtlingsunterkunft
„Integration findet am Besten in der Kita statt“

Münster-Kinderhaus -

Einen Blick in den neuen Wohnblock für Flüchtlinge am Wangeroogeweg warfen rund 40 Interessierte am Mittwoch. Die Räume waren spärlich möbliert, Küchen und Bäder einfach gestaltet.

Freitag, 09.03.2018, 19:03 Uhr

Besichtigten die neue Flüchtlingsunterkunft (v.l.): Dr. Christian Jaeger (Wohn+Stadtbau), Olaf Bloch (CDU), Dr. Hans-Georg Geißdörfer (CDU), Indra Bünz (Sozialarbeiterin vor Ort), Thomas Schulze auf´m Hofe (Sozialamt), Pascal Powroznik (Grüne) und Ralf Kiewit (Grüne).
Besichtigten die neue Flüchtlingsunterkunft (v.l.): Dr. Christian Jaeger (Wohn+Stadtbau), Olaf Bloch (CDU), Dr. Hans-Georg Geißdörfer (CDU), Indra Bünz (Sozialarbeiterin vor Ort), Thomas Schulze auf´m Hofe (Sozialamt), Pascal Powroznik (Grüne) und Ralf Kiewit (Grüne). Foto: rkr

„Die Familien werden in den nächsten Wochen direkt aus der Erstaufnahme in der Oxford-Kaserne hier einziehen“, sagte Thomas Schulze auf´m Hofe, Fachstellenleiter beim Sozialamt. Acht bis neun verschiedene Nationen sollen angesiedelt werden. Zunächst kämen eine albanische und eine georgische Familie, später auch allein stehende Männer. Die Kinder werden in die Schule und in die Kita gehen. „Integration findet am Besten in der Kita statt“, sagte der Experte in Sachen Flüchtlingsfragen und blickte zuversichtlich in die Zukunft: „Ich wünsche mir ein gutes Ankommen der Flüchtlinge in Kinderhaus und eine schnelle Integration in die sozialen Strukturen des Stadtteils.“

Dr. Christian Jaeger von der Wohn- und Stadtbau meinte: „Integration muss auch baulich gelingen. Die Integration der Wohnungseinrichtungen in bestehende Wohngebiete schafft neue Nachbarschaften.“ CDU-Ratsherr Olaf Bloch lobte: „Der Baugrund wird hervorragend genutzt, besser als früher mit dem Feuerwehrgerätehaus.“ Ralf Kiewit von den Grünen pflichtete bei: „Ich finde, dass sich das Haus baulich gut einfügt. Ich bin überzeugt, dass das Konzept der dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge funktioniert.“

Auf der Versammlung wurden auch Bedenken geäußert. Eine Sozialarbeiterin fragte zum Beispiel nach dem Konfliktmanagement, denn es gebe viel Beratungsbedarf in diesen Konstellationen. Indra Bünz, Sozialarbeiterin vor Ort, entgegnete mit Zuversicht: „Münster hat einen guten Sozialarbeiterschlüssel. Ich werde oft vor Ort sein, und es gibt auch noch die ergänzende Jugendhilfe.“ Sie sieht ihrer Aufgabe zuversichtlich entgegen: „Ich bin selber auch gespannt und guten Mutes, obwohl ich Konflikte nicht ausschließen kann. Wir vom Sozialamt sind aber gut darauf vorbereitet, und ich hoffe auch auf viel ehrenamtliches Engagement aus dem Stadtteil.“ Fachstellenleiter Schulze auf´m Hofe fügte hinzu: „Wir versuchen immer, die Konflikte vor Ort zu lösen. Aber wenn das nicht möglich ist, dann trennen wir die verschiedenen Familien. Wir haben inzwischen viel Erfahrung mit der Integration von Flüchtlingen.“

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