Großbaustelle auf der Grevener Straße
Stadt: Gedränge hat bald ein Ende

Münster-Kinderhaus -

Nach zweijähriger Bauzeit ist ein Ende für die Mammutbaustelle abzusehen. Insbesondere Pendlern hat sie zu den Verkehrsspitzenzeiten viel Geduld abverlangt.

Montag, 12.03.2018, 17:03 Uhr

Großbaustelle auf der Grevener Straße : Stadt: Gedränge hat bald ein Ende
Seit vielen Monaten stauen sich die Autos in den einspurigen Bereichen der Großbaustelloe an der Grevener Straße. Im Bild: die: Kreuzung am Wangeroogeweg. Foto: Jan Schneider

Es wird eng für den Rettungswagen. Mitten in der Baustelle auf der Grevener Straße muss sich sein Fahrer am Montagmorgen stadteinwärts mit Blaulicht und Sirene einen Weg durch die einspurige Verkehrsführung im Kreuzungsbereich Wangeroogeweg/ Kristiansandstraße bahnen. Autos quetschen sich zwischen Absperrungen oder weichen auf Sperrflächen aus. Das alltägliche Gedränge in diesem Straßenabschnitt dürfte allerdings bald beendet sein.

Nach der großen Buddelei: Asphaltierungsarbeiten

„Ziel ist Ende April“, sagt Dirk Havermeier, beim städtischen Tiefbauamt Leiter des insgesamt 3,5 Kilometer langen Baustellenbereichs. Dann soll der Verkehr wieder zweispurig laufen. Allerdings, so Havermeier und Ludger Niehoff, beim Tiefbauamt Ansprechpartner für Baustellen, stehen nach dem Ende der großen Buddelei noch einige Asphaltierungsarbeiten an, die ebenfalls für Verkehrsbehinderungen sorgen dürften.

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Auch die Arbeiten an der Abzweigung zur Kanalstraße sollen nach städtischen Angaben in wenigen Wochen beendet sein. Foto: Jan Schneider

Kosten: knapp 8,2 Millionen Euro

Dennoch ist nach zweijähriger Bauzeit ein Ende für die Mammutbaustelle abzusehen, die insbesondere Pendlern zu den Verkehrsspitzenzeiten viel Geduld abverlangt. Knapp 8,2 Millionen Euro haben Baumaßnahmen an der Grevener Straße gekostet. Diese Summe, so Havermeier, schließe auch den Kanalbau mit ein.

Eine große Sorge können der Baustellenleiter und Niehoff all jenen nehmen, die zwar den Baufortschritt an der Grevener Straße im Auge haben, aber gleichzeitig auch sorgenvoll auf die angekündigte Sperrung der Kanalstraße wegen weiterer Baumaßnahmen blicken. Beide Baustellen werden zeitlich aufeinander abgestimmt, versichern die beiden Fachmänner. Die Kanalstraße werde erst im Bereich Wibbeltstraße gesperrt, wenn die Baumaßnahme an der Grevener Straße abgeschlossen sei.

Radwege und eine Verkehrsinsel werden gebaut

Momentan wird auf der Grevener Straße insbesondere im Einmündungsbereich zum noch abgesperrten Wangeroogeweg gearbeitet. Wie es hier bald aussehen soll, ist auf der anderen Seite der Grevener Straße an der Einmündung der Kristiansandstraße schon gut zu erkennen. Hier wurden unter anderem die Verkehrsinsel und die Radwege „aufgearbeitet“. Im Wangeroogeweg kann man derweil sehen, wie eine Verkehrsinsel im Rohbau aussieht. 300 Meter weiter nördlich wird an der Einmündung zur Kanalstraße auf der Grevener Straße ebenfalls noch gebaggert. Radwege und eine Verkehrsinsel werden gebaut. Auch hier sollen die Bauarbeiten allerdings in den nächsten Wochen beendet werden.

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Ludger Niehoff (Tiefbauamt)  und Baustellenleiter Dirk Havermeier (r.) ziehen ein positives Fazit der Bauzeit. Foto: Jan Schneider

Frost machte Planungen zunichte

Allerdings hatte Havermeier sogar ein deutlich früheres Ende der Bauarbeiten angepeilt. „Wir wären im Januar eigentlich fertig gewesen“, betont der Baustellenleiter. Der Frost in den letzten Wochen machte dies Planungen jedoch zunichte und der Bau ruhte.

„In der Summe ist es eine große Maßnahme“, sagt Niehoff bei einem ersten Rückblick auf die Baugeschichte. Insgesamt habe es sich ausgezahlt, dass die Behörden stets zu den Anwohner Kontakt hielten: „Wir haben ziemlich wenig Beschwerden gehabt.“ „Ich finde, es ist gut gelaufen“, betont auch Bauleiter Havermeier.

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