Malteser versorgen Kirchentagsgäste
Frühstück ab 6 Uhr für 660 Gäste

Münster-Kinderhaus -

Im Schulzentrum Kinderhaus und in der Regenbogenschule betreuen die Malteser insgesamt rund 660 Übernachtungsgäste des Katholikentags.

Dienstag, 29.05.2018, 18:50 Uhr

In der Mensa des Kinderhauser Schulzentrums gibt es von 6 bis 9 Uhr Frühstück.
In der Mensa des Kinderhauser Schulzentrums gibt es von 6 bis 9 Uhr Frühstück. Foto: Claus Röttig

Noch ist kein Auto auf der Straße unterwegs, der Morgennebel steigt über der Sportanlage Große Wiese auf. Auch das Kinderhauser Schulzentrum liegt noch ziemlich ruhig da. Doch auf dem Schulhof ist schon um 6 Uhr morgens allerhand los. In kurzen Hosen machen sich die Besucher des Katholikentags auf den Weg zur Turnhalle: Dort können die Gäste, die im Schulzentrum übernachten, duschen.

Für die Mitglieder des Malteser-Hilfsdienstes fällt jetzt der Startschuss: Denn die rund 600 Gäste, die die Nacht in den Klassenräumen von Geschwister-Scholl-Gymnasium und -Realschule verbracht haben, wollen nun frühstücken. Das ist bis 9 Uhr möglich. Bei dem Team im Schulzentrum um Quartiermeisterin Kerstin Hötzel sitzt jeder Handgriff. „Wir haben da auch schon eine Menge Erfahrung: Es ist nicht der erste Katholikentag, an dem wir eine Unterkunft betreuen”, erklärt Hötzel.

Auch in der Regenbogenschule sind die Malteser schon auf den Beinen: Dort übernachten rund 60 Personen mit Handicap, begleitet von ihren Betreuern. 13 Malteser unter der Leitung von Edgar Christians bereiten das Frühstück in den Morgenstunden vor. „Die Schule ist wunderbar für die 100 vorgehaltenen Plätze geeignet, da alles barrierefrei ist“, sagt Christians. Breite Aufzüge und große Türen machten die Arbeit einfach. „Die Menschen können aber sehr viel selbstständig. Wir halten aber einen Fahrdienst in die Stadt mit behindertengerechten Fahrzeugen vor.“

Die ersten Gäste stehen tatsächlich schon um 6 Uhr in der Mensa des Schulzentrums. „Die Besucher haben sich in den Räumen selber eingerichtet, schlafen auf Luftmatratzen. Die Platten mit den Zutaten für das Frühstück bekommen wir von einem Cateringunternehmen geliefert”, erklärt Quartiermeisterin Hötzel. Dennoch sind alle rund 30 Malteser beschäftigt. Die einen sitzen an der Registratur im Pädagogischen Zen­trum, andere kochen Kaffee oder spülen Geschirr. Auch das Gesundheitsamt hat den Maltesern einen Besuch abgestattet. „Die Malteser machen wirklich einen tollen Job, ganz ohne ,Wenn und Aber‘”, lobt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Norbert Schulze Kalthoff.

Auch zwei Gäste aus München übernachten im Schulzentrum. Sie sind mit dem Zug angereist: „Wir sind einfach sehr herzlich empfangen worden, die Malteser stehen wirklich mit Rat und Tat zur Seite.” Das habe beim Einchecken angefangen. „Wir kennen uns in der Stadt nicht aus – aber die Malteser haben uns beispielsweise sofort sagen können, wo wir einkaufen können”, sagt die junge Frau, die Theologie auf Lehramt studiert. Ihr Freund betont: „Die Unterkünfte sind einfach bombig: Man hat alles vor Ort, was man braucht, und der Service ist spitze.”

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