Kunst am Rand
Eine Ausstellung für Entdecker

Münster-Kinderhaus -

Bis zum 16. September läuft in Kinderhaus nun die Ausstellung „Kunst am Rand“. Kunstfreunde können sich an vier Ausstellungsorten auf Entdeckungsreise begeben: Westfalia Kinderhaus, Pfarrhaus St. Josef, Waldschule Kinderhaus und Gut Kinderhaus.

Sonntag, 10.06.2018, 19:04 Uhr

„Kunst am Rand“ ist eine wunderbare Geschichte für Kunstfreunde: Einmal mehr überrascht dieses außergewöhnliche Format – made in Kinderhaus – mit vielen interessanten Arbeiten. Die Schleusen des Himmels blieben am Sonntag geschlossen; angenehme, sommerliche Temperaturen begleiteten die Vernissage: „So haben wir es bestellt“, meinte Kurator Jochen Koeniger schmunzelnd.

„Münster ist nicht nur Prinzipalmarkt, Schloss und Aasee“, sagte Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson bei der Eröffnung bei Westfalia Kinderhaus , dem ersten der vier Spielorte. Als Bürgermeisterin, die sich für Kunst in den Stadtteilen einsetze, seien ihr Projekte wie dieses „ein Herzensanliegen“, betonte sie.

Kurator Jochen Koeniger lobte die „unglaubliche Offenheit der Künstler: Diese mit so viel Leidenschaft eingebrachte Energie wird spürbar werden.“ Dann übernahm Kunsthistorikerin Dr. Annette Georgi, die die Kinderhauser Kunstformate begleitet, das Mikrofon: Das technische Equipment war auf einer Karre verstaut, die Kap.8-Leiterin Ute Behrens-Porzky von Kunstwerk zu Kunstwerk zog.

Die Exponate sind gleichmäßig auf die Ausstellungsorte verteilt. Von den „Fußballmädchen“ (Susanne von Bülow“) bei Westfalia, Dasenbrocks „über+kreuz“ am Weg zum Pastorat, in dessen Garten JoAnn mit ihrer Arbeit „Learning Tree“ zur Meditation einlädt („aber nur über etwas Schönes“) führt der Weg zur Waldschule, an der sich beispielsweise Annette Hinrichers „Fluchtbäume“ befinden. Auf Gut Kinderhaus finden sich weitere spannende Arbeiten.

Fest steht: „Kunst am Rand“ lässt sich zum ersten „Schnuppern“ in drei Stunden durchstreifen. Dann folgen sicher weitere Besuche zur Vertiefung. Glücklicherweise ist die Ausstellung nun den ganzen Sommer „geöffnet“, sodass jeder seine Lieblingsarbeiten entdecken kann. Auch die Arbeiten wandeln sich: etwa Martina Mucks „Lieblingsmenschen“, deren Namen auf der Fahne am Pfarrhaus alle zwei Wochen wechseln. Ein spannendes Format für Entdecker.  

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