Großbaustelle Golfplatz
Win-win-Situation auf dem Golfplatz

Münster-KinDerhaus -

Den Bodenaushub von 11 500 Kubikmetern, der beim Ausbau der neuen, naturnah gestalteten Trasse des Igelbachs auf dem Gelände anfiel und sonst von der Stadt hätte abgefahren werden müssen, hat der Golfclub für seine Um- und Neugestaltung genutzt, zum Beispiel, um die Grünkörper zu unterbauen.

Freitag, 13.07.2018, 20:00 Uhr

Hans Martin Bredeck, Präsident des Golfclubs Wilkinghege ist zufrieden: „Das Zusammenspiel zweier Großbaustellen“ – neue Trasse für den Igelbach, eine Baumaßnahme der Stadt Münster und die Umgestaltung und Renovierung des Platzes – „hat funktioniert.“
Hans Martin Bredeck, Präsident des Golfclubs Wilkinghege ist zufrieden: „Das Zusammenspiel zweier Großbaustellen“ – neue Trasse für den Igelbach, eine Baumaßnahme der Stadt Münster und die Umgestaltung und Renovierung des Platzes – „hat funktioniert.“ Foto: kaj

Es ist eine bewegte Zeit beim Golfclub Wilkinghege – die Zeit der Erdbewegungen. Sie begann am 3. April und wird im Großen und Ganzen Ende dieses Monats abgeschlossen sein.

Die Stadt Münster hat den Igelbach auf dem Gelände des Golfclubs neu verlegt, um den Hochwasserschutz für Kinderhaus zu verbessern. Die neue Trasse des Igelbachs liegt mitten auf dem Golfplatz. Auf rund 720 Metern ist der Igelbach an mehreren Stellen naturnah gestaltet worden. Ein Großteil der Maßnahmen spielt sich zwischen den Bahnen 11 und 16 ab. Dort hat der Igelbach einen mäandrierenden, weiten Verlauf erhalten, der durch Böschungsneigungen, wechselfeuchte Bereiche und den Einbau von Totholz ergänzt wurde.

Der Igelbach hat eine neue, naturnah gestaltete Trasse erhalten.

Der Igelbach hat eine neue, naturnah gestaltete Trasse erhalten. Foto: Katrin Jünemann

Der Golfclub gestaltet im Zusammenhang mit der städtischen Maßnahme zur Renaturierung des Igelbachs und zum Hochwasserschutz für Kinderhaus auf eigene Kosten seinen Platz neu und optimiert mehrere Grüns und einige Bunker. „Die Bahnen 10, 11, 15 und 16 sind von den Baumaßnahmen direkt betroffen“, erklärt Präsident Dr. Hans Martin Bredeck.

Den Bodenaushub von 11 500 Kubikmetern, der beim Ausbau der neuen, naturnah gestalteten Trasse des Igelbachs auf dem Gelände anfiel und sonst von der Stadt hätte abgefahren werden müssen, hat der Golfclub für seine Um- und Neugestaltung genutzt, zum Beispiel, um die Grünkörper zu unterbauen. „Eine Win-win-Situation“, freut sich Hans Martin Bredeck.

Für die Renovierung hat der Golfclub Wilkinghege einen international bekannten Experten gewinnen können: den gebürtigen Kanadier David J. Krause. Krause ist ein Spezialist für Golfplatz-Neubauten und Renovierungen: Zwölf Plätze, die er gestaltet hat, zählen zu Deutschlands Top 50. Er ist auch Platzarchitekt von „Winstonlinks“ in Mecklenburg-Vorpommern, der von Golf-Magazin und Golf-Journal als bester deutscher Golfplatz ausgezeichnet worden ist.

Der Boden der neugestalteten Bahnen ist von zwei schottischen Spezialisten modelliert worden. Es gibt momentan weite Flächen mit brauner Erde. Auch einige Bagger sind noch unterwegs.

Aber ein Ende ist in Sicht: Es fehlt noch die Rasentragschicht samt Einsaat. Ende des Monats sei auch das alles abgeschlossen, sagt Bredeck.

Als Letztes nimmt sich der Golfclub im August und September die Driving Range vor und verarbeitet die letzte Reste des Bodenaushubs zu neuen Zielgrüns. Der Präsident ist zufrieden: „Wir sind topp in der Zeit. Das Zusammenspiel zweier Großbaustellen hat funktioniert.“

Im Mai 2019 ist der 18-Loch-Platz des Golfclubs Wilkinghege wieder komplett in Betrieb. Momentan golfen die Mitglieder auf neun Löchern – „wie zu Gründerzeiten in den 1960er-Jahren“, sagt Hans Martin Bredeck schmunzelnd.

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