Flohmarkt rund ums Kinderhauser Heimatmuseum
Großer Ansturm auf Kitsch und Krempel

Münster-Kinderhaus -

Das Angebot war groß, der Andrang ebenfalls: Beim Krimskrams-Event rund ums Heimatmuseum ging eine Vielzahl von Interessierten auf Schnäppchenjagd.

Montag, 13.08.2018, 18:10 Uhr

Schon vor der Eröffnung des Kitsch- und Krempelmarkts rund um das Heimathaus Kinderhaus hatte sich eine lange Schlange gebildet, denn die zahlreichen Besucher wollten sich die besten Stücke aus dem reichhaltigen Angebot heraussuchen.
Schon vor der Eröffnung des Kitsch- und Krempelmarkts rund um das Heimathaus Kinderhaus hatte sich eine lange Schlange gebildet, denn die zahlreichen Besucher wollten sich die besten Stücke aus dem reichhaltigen Angebot heraussuchen. Foto: cro

Das rot-weiße Flatterband hielt die zahlreichen Besucher des Kitsch- und Krempelmarktes nur mühsam zurück: Denn schon rund eine halbe Stunde vor Beginn hatte sich eine lange Schlange gebildet. Viele Kinderhauser und auch Besucher aus der Stadt wollten zwischen den antiken Angeboten stöbern und vielleicht den einen oder anderen Schatz nach Hause bringen.

Doch der Startschuss lag bei Walter Schröer, dem Vorsitzenden der Bürgervereinigung Kinderhaus. Mit dem Glockenschlag um zehn Uhr griff er zum Megafon und erklärte den Einlass rund um das ehemalige Leprosenhaus für eröffnet. Dann gab es kaum noch ein Halten: Mit schnellen Schritten drängten sich die ersten vor, während die nächsten es etwas gemächlicher angehen ließen.

Schon gleich am Anfang des Marktes erweckten Gemälde und Wandbilder mit Heiligen, wie sie in Großmutters Schlafzimmer über dem Bett hingen, das Interesse von Christian-Sven Burgschulte. „Die sind ja schon so alt, dass sie schon wieder cool sind“, so der Student. Dabei war er eigentlich nach Kinderhaus gekommen, um seinen Küchenschrank um ein paar Teller und Tassen zu bereichern. „Aber hier findet man so viel, das lenkt schon wirklich ab“, so seine nicht ganz ernst gemeinte Kritik.

Schröer war mit dem ersten Ansturm bereits zufrieden: „Wir veranstalten den Kitsch- und Krempelmarkt, damit wir die Miete bezahlen können.“ Daher werde das angeboten, was im Laufe des Jahres am Museum abgegeben werde. „Und das ist eine ganze Menge.“ Er könne nicht beantworten, wie viele Einzelstücke angeboten würden. „Ich kann noch nicht einmal genau sagen, wie viele Kästen wir vom Speicher und aus dem Keller geschleppt haben.“ Denn das sei für die rund 15 Mitstreiter an rund 15 Ständen, darunter auch Jugendliche von der nahen Kirchengemeinde, echte Schwerstarbeit. „Die Sachen, die wir nicht verkaufen können, spenden wir dann zum großen Teil der Diakonie Coesfeld für deren Sozialkaufhaus.“

Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg: Gerade die Spielsachen für den Nachwuchs erfreuten sich großer Beliebtheit – und waren schon eine halbe Stunde nach Markteröffnung nahezu leer gekauft. „Schon kurz nach der Eröffnung war ein riesiges Zelt mit Figuren und eine Puppenstube weg“, berichtete eine Verkäuferin.

Auch Burgschulte, der sich schon nach rund einer Stunde wieder auf den Heimweg machte und dessen Rucksack die Einkäufe kaum fassen konnte, war zufrieden. „Teller, Drei Tassen, Eierbecher, ein paar Bücher und tatsächlich ein paar kleine Bilder. Und im kommenden Jahr bin ich wieder da, da stocke ich meinen Haushalt weiter auf.“

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