Geocaching mal anders
Müll raus – Cache rein: Alternativ im Wald auf Tour

Münster-Kinderhaus -

Mit einer Müllsammelaktion verbanden Westfalia Kinderhaus und der Landesbetrieb Wald und Holz eine Geocaching-Aktion.

Dienstag, 25.09.2018, 17:48 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 18:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 25.09.2018, 17:48 Uhr
Der Weg ist das Ziel: Dieses Mal musste beim Geocachen kein Schatz gehoben werden. Gemeinsam mit Westfalia Kinderhaus und dem Landesbetrieb Wald und Holz wurde Müll gesammelt.
Der Weg ist das Ziel: Dieses Mal musste beim Geocachen kein Schatz gehoben werden. Gemeinsam mit Westfalia Kinderhaus und dem Landesbetrieb Wald und Holz wurde Müll gesammelt. Foto: Claus Röttig

Der Regen hatte wenig Mitleid: Während es am Morgen noch trocken war, öffneten die Wolken später alle Schleusen. Dabei hatten die rund 40 Spaziergänger, die unter der Anleitung eines Mitarbeiters des Landesbetriebs Wald und Holz den Wald zwischen der Sportanlage von Westfalia und von Gut Kinderhaus durchstreiften, nur Gutes im Sinn.

Der Landesbetrieb hatte in Kooperation mit Westfalia Kinderhaus zu einer besonderen Aktion gegen den Müll eingeladen: Geocacher sollten die Hinterlassenschaften rund um die Sportanlage einsammeln und in einer Schonung den jungen Buchen ein bisschen auf die Sprünge helfen.

Geocaching? Das sind Menschen, die sich mit einem GPS-Gerät auf die Suche nach einem Ort machen, an dem ein Schatz versteckt wurde. Der Schatz besteht nicht aus Gold und Edelsteinen, sondern meist aus kleinen oder großen Boxen mit einem Buch und kleinen Geschenken. In dem Buch darf sich der Finder dann verewigen. Doch auch solche Events wie „Cache in – Trash out“ (CiTo)” – „Cache rein, Müll raus” – gibt es in der Szene.

„Die Idee kommt eigentlich vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Deutschen Olympischen Sportbund. Der Hintergrund sind die Waldtage, bei denen es um Kooperationen mit Vereinen geht”, so Jörn Stanke, Förster im Forstbezirk Münster – und selbst Kinderhauser. „Was lag da näher, als Westfalia anzusprechen.”

Dort stieß er sofort auf offene Ohren, denn Stephanie Wensing vom Sportbüro ist selbst begeisterte Geocacherin und freute sich sehr, eine solches Event auf die Beine zu stellen: „Zumal man damit auch noch etwas Gutes für die Natur tut, und momentan sind eh internationale CiTo-Wochen bei Geocaching.com. Das ist die Internetplattform, auf der die Koordinaten der Schätze der ganzen Welt veröffentlicht werden.”

Nach einer kurzen Einführung ging es im strömenden Regen, nur unterbrochen von Kurzvorträgen zu Thema Natur, mit Zange und Müllbeutel in den Wald. „Wenn man sich ordentlich angezogen hat, macht das Wetter auch nichts aus”, sagte einer der Teilnehmer.

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