Vorstandswechsel bei Westfalia Kinderhaus
Magnus Hömberg übernimmt

Münster-Kinderhaus -

Am Schluss gab es „Standing Ovations“. Jetzt war die Ära Waldemar Wieczorek bei Westfalia Kinderhaus wirklich zu Ende. Der scheidende Vorsitzende hatte zuvor sichtlich bewegt noch einen Rückblick auf seine Amtsjahre gegeben. „Es ist jetzt ein komisches Gefühl“, sagte er. Nun überlässt er seinem Nachfolger die Geschäfte.

Montag, 15.10.2018, 12:50 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 17:12 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 15.10.2018, 12:50 Uhr
Der neue Vorstand übernimmt die Geschicke des Vereins Westfalia Kinderhaus (v.l.): Heinz Budde, Hannes Hölscher, Wolfgang Welling, Magnus Hömberg, Philipp Karnebeck und Christian Janzen.
Der neue Vorstand übernimmt die Geschicke des Vereins Westfalia Kinderhaus (v.l.): Heinz Budde, Hannes Hölscher, Wolfgang Welling, Magnus Hömberg, Philipp Karnebeck und Christian Janzen. Foto: sn

Der ist ein alter Bekannter: Magnus Hömberg nämlich, der bisher zweiter Vorsitzender war. Anfang des Jahres hatte ihn Wieczorek angesprochen, nach kurzer Bedenkzeit sagte der Rechtsanwalt „ja“. Er setzt jetzt eine Idee um, die schon länger bei Westfalia diskutiert wird. „Wir schreiben die Stelle eines hauptamtlichen Geschäftsführers aus“, so Hömberg. Ein Schritt hin zur Professionalisierung.

Immerhin: Der Verein hat schon 2060 Mitglieder, hinzu kommen 500 Kursteilnehmer. Rechne man beide Zahlen zusammen und vergleiche diese mit dem Jahr 2016, dann ergebe sich ein Plus von 26 Prozent, sagte Geschäftsführer Wolfgang Welling. Dieses Wachstum will bewältigt sein: „Wir müssen schauen, wir müssen kämpfen.“

Beachtliche Zahlen gab es auch bei den Finanzen. Dort konnte die Trendwende geschafft werden. „Wir haben ein sehr gutes Ergebnis“, meinte Kassenwart Heinz Budde. Während im letzten Geschäftsjahr noch ein Minus von 66 000 Euro zu verzeichnen war, ist es dieses Mal ein Plus von 23 000 Euro. Dies ist vor allem auf die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zurückzuführen, die auf der letzten Jahreshauptversammlung beschlossen wurden. Auch eigene Abteilungsbeiträge gibt es jetzt.

Vor allem im Jugendbereich ist diese gute finanzielle Aufstellung auch nötig. Allein in der Fußballabteilung sind 424 der 660 Mitglieder unter 18 Jahren. 24 Jugend-Mannschaften nehmen am Trainings- und Spielbetrieb teil, davon eine Frauen- und neun Mädchenmannschaften.

Übungsleiter sind auch im Gesundheitssport gefragt. Allein in der Gymnastikabteilung werden neben den vielen Angeboten für Kinder pro Woche etwa 25 Kurse für Erwachsene organisiert. Sorgenkind ist die Tischtennis-Abteilung. Hier musste die Hälfte der Jugendmannschaften vom Spielbetrieb abgemeldet werden. „Tischtennis ist nicht mehr cool“, so hieß es. Die Tennisabteilung plant für die Zukunft. Um angesichts steigender Mitgliederzahlen den Spielbetrieb „ordentlich umzusetzen“, sei der Neubau einer größeren Überdachung erwogen worden, so Abteilungsleiter Reinhard Rölleke.

Schließlich standen die Wahlen an. Magnus Hömberg konnte sich freuen, die Mitglieder wählten ihn ebenso einstimmig wie die beiden neuen zweiten Vorsitzenden, Wolfgang Welling und Hannes Hölscher. Christian Janzen ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, Heinz Budde bleibt Kassenwart.

Auch Ehrungen gab es: Marion Hopp und Bernhard Tebel sind seit 25 Jahren Mitglieder bei Westfalia. Heinz Janssen jr. und Wolfgang Samson wurden für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Gerührt nahm der bisherige zweite Vorsitzende Volker Kühl die Wahl zum Ehrenmitglied auf.

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