Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative
Bald müssen mehr Spenden fließen

MÜNSTER-KINDERHAUS -

Die Nachfrage nach den Bildungs- und Beratungsangeboten der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative ist groß. Was die Finanzierung anbelangt, steht der Verein vor einer schwierigen Situation.

Montag, 15.10.2018, 19:30 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 15.10.2018, 19:30 Uhr
Pfarrer Ulrich Messing (l.), Vorsitzender der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative (KAI), stellte bei der Mitgliederversammlung Kai Weyer, den Koordinator des KAI-Nachhilfeprojekts, vor.
Pfarrer Ulrich Messing (l.), Vorsitzender der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative (KAI), stellte bei der Mitgliederversammlung Kai Weyer, den Koordinator des KAI-Nachhilfeprojekts, vor. Foto: sn

„Es muss etwas passieren“, meinte Holger Averbeck , der bei der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative (KAI) für die Finanzen zuständig ist: „Dass unsere Dienste und Angebote eingeschränkt werden, kann keiner wollen.“ Noch ist davon nicht die Rede, zumal die Nachfrage nach den Beratungs- und Bildungsangeboten der KAI unverändert hoch ist. Dennoch stellte sich bei der Mitgliederversammlung die Frage: Wie geht es weiter?

Die Arbeit der KAI beruht auf zwei Säulen: Mit Beratungs- und mit Bildungsmaßnahmen will man die Klientel wenn möglich wieder in den regulären Arbeitsmarkt integrieren. KAI-Leiterin Julia Jehnen erklärte, dass die Beratungsnachfrage im vergangenen Jahr „gleichbleibend hoch“ gewesen sei: Insgesamt habe es 139 Ratsuchende gegeben, die eine mittel- oder langfristige Beratung bei der KAI in Anspruch genommen hätten.

Gefragt sei dabei eine „Vielzahl von Inhalten“, die mit dem Bezug von Sozialleistungen, mit Existenzsorgen und mit dem sozialen Netz in Münster zu tun hätten. 15,3 Prozent der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten konnten in ein Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden. Mit der Stadt Münster hatte die KAI einen Zehn-Prozent-Wert vereinbart. „Das war lebensnah“, so der Vorsitzende Ulrich Messing .

Nach wie vor bietet die KAI pro Halbjahr drei Deutsch-Sprachkurse sowie einen Deutsch-Alphabetisierungskurs an. Auch die sind stark nachgefragt. Insgesamt gab es 129 Teilnehmer, 100 davon sind Frauen. Schließlich gibt es noch die Nachhilfeangebote. Im vorigen Jahr gab es 44 Nachhilfeschüler, in diesem bisher 25. „Das wird mehr, wenn die blauen Briefe kommen“, so Messing.

So nachgefragt die Angebote im einzelnen auch sind: Geschäftsführer Holger Averbeck sprach von einer „schwierigen Situation“ für die KAI. Die Zuschüsse der Stadt Münster seien weiterhin die wesentlichen Einnahmen des Vereins. Und trotz eines hohen Eigenanteils von 40 000 Euro sei insgesamt dann doch ein Minus von 1000 Euro zu verzeichnen gewesen. Averbecks Fazit: „Die Bedeutung der Unterstützung durch Spenden und Zuwendungen rückt immer mehr in den Vordergrund“. Dennoch: Diese Spenden seien auch „endlich“.

Messing erklärte, die KAI habe weitere Haushaltsmittel durch die Stadt beantragt. Ist das die Lösung? Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, auch Einsparungen in Erwägung zu ziehen, sowie nach Synergieeffekten zu suchen, etwa was die Nutzung von Räumlichkeiten angeht.

Personalia gab es auch: Neu im Vorstand ist Winfried Breurich, der Dorothea Große-Frintrop ablöst, die nicht wieder antrat. En bloc wurden des Weiteren Holger Averbeck und Vorstandsmitglied Jochen Temme gewählt. Der neue Mitarbeiter bei den Nachhilfeangeboten, Kai Weyer, stellte sich den Mitgliedern ebenso vor wie Simone Hannig von der Gemeindecaritas, die ab dem 1. Januar auch bei der Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative mitarbeiten wird.

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