Tempo 30
Tempo 30 im Zentrum Kinderhaus

Münster-Kinderhaus -

SPD und Grüne schlagen eine Ausweitung der Geschwindigkeitsbeschränkung im Zentrum Kinderhaus vor

Freitag, 02.11.2018, 19:16 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 02.11.2018, 19:14 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 02.11.2018, 19:16 Uhr
Der Burloh-Kreisel gilt als Unfallschwerpunkt. Tempo 30 schon auf den Zufahrtsstraßen zum Kreisel lautet deshalb der Vorschlag von Grünen und SPD.
Der Burloh-Kreisel gilt als Unfallschwerpunkt. Tempo 30 schon auf den Zufahrtsstraßen zum Kreisel lautet deshalb der Vorschlag von Grünen und SPD. Foto: kaj

Der Kreisel am Burloh gilt wie berichtet als Unfallschwerpunkt. Vor diesem Hintergrund haben SPD und Grüne einen gemeinsamen Antrag zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Nord am 13. November erarbeitet, der verschiedene Vorschläge zur Verbesserung der Situation beinhaltet, die von der Verwaltung geprüft werden sollen.

Die Fraktionen schlagen vor, die Tempo-30-Zonen in den Zufahrtsbereichen von Westhoffstraße und Am Burloh zu erweitern. In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, das Dialog-Display am Burloh auf Tempo 30 einzustellen.

Geprüft werden soll, so der Vorschlag von SPD und Grünen, ob eine 24 Stunden durchgehende und einheitliche Tempo-30-Regelung (ohne zeitliche Limits) für diese Bereiche im Zentrum möglich ist.

Auf der Vorschlagsliste stehen zudem Beschilderungen, die auf eine Verkehrsgefährdung oder einen Unfallschwerpunkt hinweisen.

Geprüft werden soll auch, im Hinblick auf die neue Lärmschutzverordnung 2019, wie es mit der aktuellen Lärmbelastung in den angesprochenen Bereichen aussieht.

Der Kinderhauser Kreisel am Burloh sei im Jahr 2017 ein nachgewiesener Unfallschwerpunkt der Stadt Münster, und auch auf den Zufahrten in den Straßen Am Burloh sowie der Westhoffstraße habe es 2017 und 2018 bereits mehrere schwere Unfälle gegeben, so die Begründung des Antrags.

Aktuell vorgesehen seien polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen. Das reiche bei Weitem nicht aus, so SPD und Grüne, auch wenn bei den mobilen Kontrollen auf der Westhoffstraße in Richtung Kreisel festzustellen sei, dass eine sehr hohe Anzahl der Fahrern geblitzt würden.

Die Parteien sehen einen Zusammenhang mit dem „überdimensionierten Straßenraum“ der Westhoffstraße in Richtung Zentrum. Das sei umso bedenklicher, da unter anderem sehr viele Schulkinder aber auch Kunden des Lebensmittelmarktes in diesem Bereich die Straße überquerten. Der Vorschlag für diesen Bereich lautet, ab Fußgängerampel (Westhoffstraße, Idenbrockweg) Tempo 30 einzurichten und zusätzlich Warnhinweise hinzuzufügen.

Ein Warnschild halten die Fraktionen auch am Dialog-Display auf dem Burloh für erforderlich. Denn ab dort führe die Straße auf den Unfallschwerpunkt am Kreisel hin.

Ziel soll es sein, durch zusätzliche aber dann einheitliche Regelungen mehr Verkehrssicherheit zu erreichen, indem zeitlich eingeschränkte „Tempo-30-Patchworklösungen“ vermieden werden. Nach Ansicht von Grünen und SPD würde so ein Unfallschwerpunkt von den Verkehrsteilnehmern auch wahrgenommen, heißt es in dem Antrag.

Die Politiker setzen darauf, dass die neue Lärmschutzverordnungen demnächst weitere Handlungsoptionen für notwendige Maßnahmen ermöglichen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6162826?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F139%2F
Kirchen kritisieren frühe Weihnachtsmärkte
Blick auf einen Weihnachtsmarkt in Essen.
Nachrichten-Ticker