Krippenausstellung im Heimatmuseum Kinderhaus
250 Krippen im Haus verteilt

Münster-Kinderhaus -

250 Krippen sind in diesem Jahr im Kinderhaus Heimatmuseum zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 27. Januar

Montag, 03.12.2018, 18:10 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 18:30 Uhr
Rund 250 Krippen sind im Heimatmuseum Kinderhaus zu sehen. Museumsleiter Walter Schröer die Ausstellung, und Musikerin Annemete Hein stimmte die Besucher mit Weihnachtsliedern auf die Vorweihnachtszeit ein.
Rund 250 Krippen sind im Heimatmuseum Kinderhaus zu sehen. Museumsleiter Walter Schröer die Ausstellung, und Musikerin Annemete Hein stimmte die Besucher mit Weihnachtsliedern auf die Vorweihnachtszeit ein. Foto: Reinhold Kringel

„Wir haben die größte Krippen-Ausstellung in Münster“, sagte Museumsleiter Walter Schröer. Rund 250 sind in diesem Jahr aufgebaut worden. Die Krippenausstellung hat eine lange Tradition in Kinderhaus. „Die erste wurde von der KAB im Pfarrzentrum organisiert“, erinnerte sich der Museumsleiter.

„Nach der Eröffnung des Heimatmuseums haben wir die Idee aufgegriffen und in einem Raum geliehene Krippen ausgestellt“, sagte der 73-Jährige. „In diesem Jahr ist es die 33. Ausstellung.“ Nachdem er die Leitung des Museums übernommen hatte, hatte Schröer den Ausbau vorangetrieben und die Münsteraner um Leihkrippen gebeten. Die Resonanz war groß, und im Laufe der Zeit wurden dem Museum viele Krippen geschenkt oder vererbt. Heute befinden sich etwa 50 Prozent der Krippen im Besitz des Heimatmuseums. „Es werden immer mehr Ausstellungsstücke, sodass wir sie im Wechsel ausstellen“, verriet Walter Schröer, „auch im Lepra-Museum haben wir Krippen aufgestellt.“

Die Vielfalt der Darstellungen ist beeindruckend, da gibt es Figuren des Künstlers Mazzotti, die ganz fein modelliert und bemalt sind, und andere, bei denen die Gesichter und Gewänder nur angedeutet und aus Eichenholz geschnitzt sind.

Auf eine Figur ist Walter Schröer besonders stolz: Sie ist aus schwarzer Mooreiche geschnitzt, die bei der Sanierung der Überwasser-Kirche geborgen wurde. Der Kinderhauser Musiker und Bildhauer Albert Nadolle (1913-2003) habe aus dem steinharten Holz, das wahrscheinlich 2000 Jahre alt sei, einen schwarzen König geschnitzt.

Eine andere Krippe haben Schüler der Paul-Schneider-Schule aus Pappmaschee hergestellt. Sie ist bunt bemalt und hat im Religio-Museum von Telgte den Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preis bekommen.

„Viele Krippen waren lädiert, als sie bei uns ankamen, die habe ich repariert. Bei manchen habe ich einen Stall dazu gebaut“, sagte der ehemalige Augenoptiker Schröer schmunzelnd. Viele Leute würden ihre Krippe auch besuchen, betonte der Museumsleiter, der zu vielen Stücke die Geschichte erzählen kann. Zur Ausstellungseröffnung sang die Kirchenmusikerin Annemete Hein mit den Besuchern Weihnachtslieder. „Stille Nacht, heilige Nacht“ passte besonders gut zur Betrachtung der Figuren rund um den Stall von Bethlehem.

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Gelegenheit zu einem Besuch ist noch bis zum 27. Januar an jedem Sonntag von 15 bis 17 Uhr, außer an den Weihnachtsfeiertagen. Am 6. Januar um 15.30 Uhr gibt es eine Sonderführung: „Unsere Mazzotti-Krippen.“

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