Gymnasium geht auf Nummer sicher
Ausstieg aus dem Modellversuch

Münster-Kinderhaus -

Damit das Geschwister-Scholl-Gymnasium seinen Schülern dieselbe Stundentafel anbietet kann wie die anderen Gymnasien auch, steigt es aus dem landesweiten Modellversuch aus.

Donnerstag, 17.01.2019, 21:00 Uhr
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium war das einzige Gymnasium Münsters, das bei G 9 geblieben war. Aus dem Modellversuch steigt es jetzt aus, um mit den selben Unterrichtsvorgaben zu agieren wie die Gymnasien, die jetzt zu G 9 zurückkehren.
Das Geschwister-Scholl-Gymnasium war das einzige Gymnasium Münsters, das bei G 9 geblieben war. Aus dem Modellversuch steigt es jetzt aus, um mit den selben Unterrichtsvorgaben zu agieren wie die Gymnasien, die jetzt zu G 9 zurückkehren. Foto: kaj

Die münsterischen Gymnasien stellen zum neuen Schuljahr wieder auf G 9 um. Das Kinderhauser Geschwister-Scholl-Gymnasium hatte sich davon gar nicht erst getrennt.

Es war die einzige ModellSchule in Münster, die seit 2011 unverändert die Möglichkeit bot, in 13 Jahren zum Abitur zu kommen. Es nahm an einem landesweiten Schulversuch teil, aus dem es jetzt aussteigen wird. Die Schulkonferenz des Kinderhauser Gymnasiums hat den Ausstieg am 4. Dezember beschlossen.

Jetzt muss er auch noch von der Politik beschlossen werden. Das Schulamt der Stadt Münster hat dazu eine Vorlage erstellt, die am Dienstag mit der Anhörung in der Sitzung der Bezirksvertretung Nord im Bürgerhaus ihren Lauf durch die parlamentarischen Gremien nimmt. Nach der Vorberatung in Schulausschuss und Hauptausschuss fällt am 13. Februar die Entscheidung im Rat.

Warum das Kinderhauser Gymnasium, das bei G 9 bleibt, jetzt extra aussteigen muss, erklärt Schulleiter Ralf Cyrus . „Es geht um die neue Stundentafel, die für die bisherigen G-8-Gymnasien aufgestellt wird.“ Die Stundentafel regele verbindlich, welcher Unterricht in welchen Fächern in welchem Jahrgang zu erteilen sei. Die Umfänge seien vorgegeben, einen gewissen Spielraum gebe es natürlich.

Das Gymnasium wolle mit seinem Ausstieg aus dem Schulversuch sicherstellen, dass es künftig mit der selben Stundentafel agiere wie die anderen Gymnasien auch. Und nicht etwa mit der bisherigen. Cyrus: „Das geht nicht.“

Für die jetzigen Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums ändere sich nichts. Einzige Ausnahme: die jetzigen Fünftklässler. Sie werden im Sommer nicht zwischen Latein oder Französisch wählen müssen, denn die zweite Fremdsprache werde künftig erst ab Jahrgang sieben unterrichtet.

Im April soll die neue Regelung fertig werden, deswegen „scharren alle mit den Hufen“, sagt Schulleiter Ralf Cyrus. Im Prinzip, sagt er, sei der Ausstieg des Gymnasiums aus dem landesweiten Modellversuch eine Formalie.

Zum Thema

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium, Von-Humboldt-Straße 14, lädt am heutigen Freitag ab 15 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Treffpunkt für Eltern, Schüler und interessierte Mitbürger ist das „Pädagogische Zentrum“, die Aula des Schulzentrums.

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