Ausflug auf den Catwalk
Zum ersten Mal auf dem Laufsteg

Münster-Kinderhaus -

Die Studentin Christina Rohde aus Kinderhaus hat an der Miss-NRW-Wahl teilgenommen.

Mittwoch, 30.01.2019, 18:30 Uhr
Christina Rohde hat einmal ausprobiert, wie es bei einer Miss-Wahl zugeht. Das sei „schon ein Mega-Erlebnis“ gewesen, verriet sie.
Christina Rohde hat einmal ausprobiert, wie es bei einer Miss-Wahl zugeht. Das sei „schon ein Mega-Erlebnis“ gewesen, verriet sie. Foto: kaj

Bei der Miss-NRW-Wahl in Köln hat Christina Rohde das erste Mal in ihrem Leben auf dem Laufsteg gestanden. Gewonnen hat sie nicht, aber das ist für sie nebensächlich: „Dabei zu sein, war schon ein Mega-Erlebnis.“

Die 20-jährige Kinderhauserin, die am Geschwister-Scholl-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat, studiert Deutsch und Kunst auf Lehramt. Das hätte sie auch bei einem Sieg nie unterbrochen, sagt sie.

Christina Rohde war durch das Onlineportal Instagram auf das Event aufmerksam geworden, hatte sich Ende vorigen Jahres beworben und dann drei Tage vor der Miss-Wahl am 19. Januar die Einladung erhalten, teilzunehmen. Wer in der Zwischenzeit zwei Kilo zu viel drauf gehabt hätte, hätte also keine Chance gehabt, die schnell loszuwerden. Aber das ist für die junge Frau sowieso kein Thema: „Auf meine Figur achte ich nicht, weil ich es nicht muss – ich esse so viel Schokolade“, sagt sie und lacht. Ihr Lieblingsessen sind Fischstäbchen mit viel Zitrone und Spinat.

Christina Rohde bat ihren Vater Dieter Stashik, sie nach Köln zu begleiten. Das machte er gerne. Um 10 Uhr waren sie da. 14 junge Frauen waren außer ihr am Start, außerdem zehn junge Männer, die sich am selben Tag für Mister NRW bewarben. „Teilnehmen kann man im Alter von 18 bis 29 Jahren“, erklärt die Kinderhauserin. Vier Stunden wurde geprobt: „Ein riesiger Laufsteg war aufgebaut. Wir haben eine Choreografie geübt.“ Mal zusammen, mal zu zweit, mal einzeln. Ein professionelles Visagisten-Team schminkte die Teilnehmer, ein Team von Vox war da, filmte – „es war ein Erlebnis“, gesteht Christina Rohde. „Alle waren super aufgeregt und hatten die Hälfte der Choreografie fast vergessen“, erinnert sie sich schmunzelnd. Dann ging es raus auf den Catwalk. Der erste Durchgang war im Abendkleid zu absolvieren. Dann gab es eine halbe Stunde Pause und belegte Brötchen. Im zweiten Durchgang trugen die jungen Frauen weiße Sommerkleider. Um 15 Uhr war Siegerehrung mit Goldregen und Glitzer von allen Seiten: „Mein Vater hat die ganze Zeit gefilmt und Bilder gemacht.“ Für Christina war wichtig, dass bei dieser Misswahl auch zählte, „wie man rüberkommt“ und man nicht eine bestimmte Größe oder Figur haben müsse.

Auch wenn sie sich vorstellen kann, neben ihrem Studium vielleicht mal ein bisschen Geld mit Modeln zu verdienen – sie ist absolut geerdet. Ihr Berufsziel ist ­Realschul- oder Gesamtschullehrerin. In ihrer Freizeit zieht sie gern mit Freunden und ihrem Freund los. Das seien auch die einzigen Gelegenheiten, zu denen sie sich schminke. In der Woche zur Uni nicht. Sie macht auch kein Buhei aus ihrem Aussehen. „Meine Haare schneide und färbe ich selbst“, verrät sie lächelnd auf Nachfrage Sie wohnt bei ihren Eltern, mit denen sie auch gern verreist, reitet, hat etliche Jahre Klarinette gespielt und hört gern Klaviermusik von Ludovico Einaudi. Und sie lernt intensiv für die Uni.

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