Irmgard-Loermann-Weg eingeweiht
Erinnerung an Irmgard Loermann

Münster-Kinderhaus -

Ein Stück des Wegs am Kinderbach heißt nun Irmgard-Loermann-Weg. Damit wird an die Kinderhauser Künstlerin erinnert.

Freitag, 08.03.2019, 19:00 Uhr
Bei einer Feierstunde wurde der Irmgard-Loermann-Weg entlang des Kinderbaches zwischen Burloh und Janningsweg mit Mitgliedern ihrer Familie eingeweiht. Eine Ausstellung, die Einblick in ihr Werk gibt (Bild r.), folgt ab Ende Juni im Heimatmuseum
Bei einer Feierstunde wurde der Irmgard-Loermann-Weg entlang des Kinderbaches zwischen Burloh und Janningsweg mit Mitgliedern ihrer Familie eingeweiht. Eine Ausstellung, die Einblick in ihr Werk gibt (Bild r.), folgt ab Ende Juni im Heimatmuseum Foto: Claus Röttig

Die Schilder stehen erst seit Kurzem an dem schmalen Weg am Kinderbach zwischen Janningsweg und der Straße Am Burloh. Doch nun wurde der Irmgard-Loermann-Weg offiziell eröffnet und erinnert an eine Kinderhauser Künstlerin voller Schaffenskraft. Bei einer kleinen Feier enthüllte Tochter Vera-Maria Loermann das Straßenschild.

„Die Idee, mit der Namensgebung an die Künstlerin zu erinnern, kam von Walter Schröer”, betonte der Vorsitzende der Bürgervereinigung Kinderhaus, Dr. Christopher Görlich. Von der Bürgervereinigung wurden bereits etliche Vorschläge an die Bezirksvertretung (BV) Nord herangetragen, wie man Straßen benennen kann. Es sind einige Wege, Pfade und Straßen in Kinderhaus auf Vorschlag der Bürgervereinigung in den vergangenen Jahren benannt worden: Doris-Wortmann-Stiege, Paula-Wilken-Stiege, Rosa-Posekardt-Weg, Alter Friesenweg, Bernd-Feldhaus-Platz, Albert-Nadolle-Weg, Gustav-Wentker-Weg, Irmgard-Tempel-Weg, Hermann-Vogt-Weg, Ingeborg-Mühlig-Weg und Hanns-Wienhausen-Platz.

Den kleinen Weg am Kinderbach nach der Künstlerin Irmgard Loer­mann (1925-2006) zu benennen, trug die Bürgervereinigung im Juni vorigen Jahres an die BV heran. Mit Irmgard Loermann möchte die Bürgervereinigung an eine Kinderhauserin erinnern, die ihr Leben lang der Kunst eng verbunden war.

Aufgewachsen auf einem Hof in Ahlen-Borbein, besuchte sie nach dem Abitur die „Staatliche Schule für Handwerk und Kunst“ (1949-1950), wechselte dort zur Kunstakademie und studierte bei den Professoren Ernst Röttger und K.H. Nebel. Sie besuchte zudem die Bildhauerklasse von Kurt Schwippert in Münster.

„Malerei und Bildhauerei stehen bei mir gleichwertig nebeneinander“, sagte sie anlässlich einer Ausstellung zu ihrem 70. Geburtstag.

„Ihr Oeuvre ist gekennzeichnet durch Vielfältigkeit. Die Künstlerin arbeitet in verschiedenen Gattungen und bearbeitet ganz unterschiedliche Medien, manchmal in einem einzigen Kunstwerk“, sagte Dr. Gail Kirkpatrick, langjährige Leiterin der Kunsthalle Münster, über die Künstlerin anlässlich einer Ausstellung im Krameramtshaus.

Bezirksbürgermeister Manfred Igelbrink betonte bei der Einweihung des Weges: „So werden Erinnerungen an die Menschen bewahrt, die nicht nur im Stadtteil, sondern in ganz Münster eine große Reputation besaßen.”

Vera-Maria Loermann, Tochter der Künstlerin, freut sich über die Anerkennung des Werkes ihrer Mutter. „Für sie stand schon als Kind fest, dass sie Künstlerin werden wollte.” Das sei aber damals für eine Frau mit vier Kindern gar nicht so einfach gewesen. „Aber sie erinnerte sich immer gerne an die Zeit ihres Studiums in Kassel. Außerdem wurde sie immer von der Familie unterstützt.” Denn die Kunst liege einfach in der Familie, sagte Vera-Maria Loermann, die selbst Kunst studiert hat. Noch immer sei das Vermächtnis ihrer Mutter spürbar: „In unserem Haus heißen einige Räume noch heute Atelier.”

Zum Thema

Die Bürgervereinigung erinnert zusätzlich mit einer Ausstellung an Irmgard Loermann. Diese findet vom 30. Juni bis 8. September im Heimatmuseum statt.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6458015?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F139%2F
Rund 100 Demonstranten protestieren gegen Sarrazin
Knapp 100 Personen demonstrierten vor der Stadthalle in Hiltrup gegen den Sarrazin-Auftritt.
Nachrichten-Ticker