Moorhock-Bebauung
Zuspruch für eine Moorhock-Bebauung

Münster-Kinderhaus -

Philip Nenno, dessen Architekturbüro das Moorhock-Projekt in Vertretung der Eigentümer von Anfang an begleitet und moderiert hat, kann die Entscheidung der Politik gegen das Projekt nicht nachvollziehen: „Aus fachlicher Sicht gibt es nur Gründe, die dafür sprechen.“

Dienstag, 12.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 12.03.2019, 18:28 Uhr
Die Bebauung des Kinderhauser Moorhocks bleibt ein umstrittenes Thema.
Die Bebauung des Kinderhauser Moorhocks bleibt ein umstrittenes Thema. Foto: tadt Münster

„Seit der Grundsatzentscheidung der Politik im März 2016 ist kein neues Sachargument aufgetreten, das gegen das Projekt spricht“, sagt Philip Nenno .

In den vergangenen Wochen hatte sich die Politik einstimmig wegen der Altlastenproblematik gegen eine Bebauung des Moorhocks ausgesprochen: zuerst der Planungsausschuss und dann auch der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen (AUKB). CDU- und GAL-Fraktion hatten im AUKB den Antrag eingebracht, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 587 für das Gebiet „Kinderhaus – südlich im Moorhock“ aufzuheben und die Planung aufgrund der vorliegenden Altlastenproblematik, der daraus resultierenden Nutzungseinschränkungen und des nicht vertretbaren Eingriffs in die Grünordnung nicht weiter zu verfolgen.

Der Antrag auf eine Bauleitplanung sei 2016 vom Planungsausschuss positiv beschieden worden, sagt Nenno. Zwei Jahre später sei der Ankauf notariell beurkundet worden. Im Zuge des Ankaufs sei ein Gutachten erstellt worden, das auch Lösungswege für eine Bebauung auf Altlasten aufgezeigt habe. Bei der Bürgerinformation im Herbst 2018 im Bürgerhaus waren diese Maßnahmen beschrieben worden. Das Grünflächenamt, so Nenno, sei ein klarer Befürworter des Projekts gewesen. Insgesamt sei nur ein Drittel des Grundstücks belastet, so Philip Nenno, die Stadt habe die Hälfte der belasteten Flächen übernommen. Bei dem Projekt gehe es um eine Arrondierung: „Kanal, Anschlüsse, Wasser – alles ist da.“ Der einzige Punkt sei gewesen, „wie geht man mit den Altlasten um?“.

Am 4. Juli 2018 hatte es im Rat einen einstimmigen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 587 gegeben. Philip Nenno: „Menschen haben gearbeitet, haben sich auf Entscheidungen verlassen.“

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