Ersatzneubau für Diakonie-Standort geplant
Alles unter einem Dach

MÜNSTER-KINDERHAUS -

Auf dem Gelände an der Westhoffstraße 126 steht nur noch das Gebäude der Heilpädagogischen Tagesgruppe Nord der Diakonie Münster. Das Haus soll abgerissen werden.

Dienstag, 02.04.2019, 18:28 Uhr
Das marode Gebäude der Diakonie Münster an der Westhoffstraße 126, in dem sich bisher die Heilpädagogische Tagesgruppe Nord befand, weicht demnächst einem Neubau.
Das marode Gebäude der Diakonie Münster an der Westhoffstraße 126, in dem sich bisher die Heilpädagogische Tagesgruppe Nord befand, weicht demnächst einem Neubau. Foto: kaj

Auf dem Areal an der Westhoffstraße 126 befinden sich nahezu keine Bäume mehr. Nur noch das Gebäude der Heilpädagogischen Tagesgruppe Nord der Diakonie Münster steht noch, ist aber leergezogen. Aber das wird auch bald abgerissen. Denn dort soll bis Frühjahr/Sommer 2020 ein neues modernes Haus entstehen, das den heutigen Anforderungen einer karitativen Organisation entspricht.

Das L-förmige Gebäude wird eineinhalb geschossig mit ausgebautem Dachgeschoss und unterkellert. Weil es sich der benachbarten Bebauung anpassen soll und im bestehenden Bebauungsplan keine andere Architektur erlaubt ist, wird das Haus ähnlich aussehen wie das bestehende. Von diesem Vorhaben wissen bereits die Nachbarn, die kürzlich in einer Informationsveranstaltung vom Bauherrn und des zuständigen städtischen Bauamts über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt worden sind.

Die Bäume sind bereits vor ein paar Wochen gefällt worden. Und das mit guten Grund. „Wir haben uns an die gültige Baumschutzsatzung halten müssen. Deshalb haben wir die Bäume bis Ende Februar gefällt, damit die Vögel nicht Gelegenheit hatten, dort ihre Nester zu bauen und für Nachwuchs zu sorgen“, erklärt Jochen Kriegeskorte , Bereichsleiter der Diakonie Münster.

Das bestehende Gebäude aus den 1920er-Jahren sei abgängig, weil der Keller feucht sei und sich im Laufe der Jahrzehnte Schimmel gebildet habe. Darüber hinaus sei der Standort aus energetischen Gesichtspunkten nicht mehr zu nutzen gewesen. „Außerdem ist die Raumaufteilung des Hauses so schlecht, dass wir dort nicht unser Angebot vorhalten konnten, wie wir uns das vorgestellt haben“, so Kriegeskorte weiter.

Aktuell seien die Ausschreibungen gelaufen und die Diakonie Münster warte auf die Ergebnisse. „Wir hoffen, dass sich viele Handwerksfirmen und Unternehmen daran beteiligt haben und nach Auftragserteilung auch schnellstmöglich mit den jeweiligen Gewerken anfangen können“, weiß der Bereichsleiter, dass die momentane Situation auf dem Baumarkt sehr angespannt ist.

Das Ziel der Diakonie ist, in dem neuen Gebäude Synergieeffekte zu nutzen. Denn aktuell sind die Angebote der Einrichtung in Münsters Norden auf vier Standorte verteilt. So soll zukünftig an der Westhoffstraße 126 eine Tagesgruppe für Grundschüler untergebracht werden, die Probleme beim Lernen und im Umgang untereinander haben. „Viele Eltern und Schulleiter haben uns gefragt, ob wir uns so ein Angebot vorstellen können“, führt Jochen Kriegeskorte aus.

Außerdem beabsichtigt die Diakonie, ein Beratungsangebot für Menschen, die sich mit einer Wohnungsproblematik herumschlagen müssen, an dem Standort vorzuhalten. Zusätzlich ist geplant, die Schuldnerberatung für Erwachsene und eine Anlaufstelle für Menschen mit Migrationshintergrund dort anzusiedeln.

Aber das ist noch nicht alles. Noch nicht abschließend geplant ist das Ziel, in dem neuen Domizil der Diakonie eine Wohngruppe für Kinder und Jugendliche, die aufgrund vielfältiger Gründe nicht zu Hause bei den Eltern leben können, einzurichten. Jochen Kriegeskorte dazu abschließend: „Das ist ein großer Wunsch von uns, weil wir erfahren haben, dass der Bedarf doch ziemlich groß ist.“

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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